Werbung
Willkommen
|
Facebook Twitter Google Plus
26.02.2017 - 00:20
Foto: thinkstockphotos.de

Wann es sich auszahlt, noch Immobilien zu schenken

18.03.2015, 06:04
Rund jeder zweite Österreicher hat etwas zu verschenken oder zu vererben. Daher ist die Aufregung groß, weil die ab 2016 geplanten Änderungen bei der Grunderwerbsteuer zu Mehrkosten von Tausenden Euro führen können. Das gilt allerdings nicht für alle Immobilien, bei manchen zahlt man sogar weniger. Wann es sich auszahlt, noch schnell Immobilien zu schenken, lesen sie hier im "Krone"-Überblick.

Grundsätzlich sind die Experten der Meinung, dass bei Wohnungen und Häusern in Städten oder im "Speckgürtel" rund um die Ballungszentren auf jeden Fall ab 2016 mehr Steuer anfallen wird. Wer z.B. etwas im Waldviertel oder im Burgenland besitzt, kann sogar billiger aussteigen als jetzt (siehe Grafik).

Prinzipiell gilt derzeit noch der Einheitswert einer Immobilie als Basis für die Steuer. Beim Erben und Schenken unter Verwandten fallen in der Regel zwei Prozent vom dreifachen Einheitswert an (siehe Grafik). Ab nächstem Jahr wird dann der Verkehrswert als Bemessungsgrundlage herangezogen.

Der Steuersatz für unentgeltliche Übertragungen wird gestaffelt: Bis 250.000 Euro fallen 0,5 Prozent an, zwischen 250.000 und 400.000 Euro zwei Prozent und darüber 3,5 Prozent. Wichtig: Auch bei einem Haus mit einer Million Euro Wert wird der Steuersatz progressiv angewandt, also für die ersten 400.000 die niedrigeren Sätze und darüber (also für 600.000 Euro) die 3,5 Prozent.

Offen ist noch, wie die Schwellen beim Verschenken an mehrere Personen wirken, ob da z.B. jeder seine Hälfte extra versteuern kann und dadurch weniger zahlt. Übrigens: Der Durchschnittswert einer heimischen Immobilie beträgt laut einer Studie 250.000 Euro.

Wer den Verkehrswert feststellen wird

Verschiedene Experten gehen davon aus, dass weitere Kosten (bis zu 2.000 Euro) entstehen, wenn erst ein Gutachter den Verkehrswert des Eigentums ermitteln muss. Im Finanzministerium heißt es, dass es dazu keine Verpflichtung gibt, es genüge, wenn die Annahme "plausibel" sei. Man könnte sich z.B. an Kaufpreisen orientieren, die in der Nachbarschaft erzielt wurden.

Ausnahmen von der Grunderwerbsteuer wird es auf jeden Fall geben: Im Bereich der Landwirtschaft kommt weiter der einfache Einheitswert zur Anwendung. Für den Tourismus werden noch Lösungen erarbeitet, damit z.B. die Weitergabe von Hotels nicht zu hohen Kosten führt.

Für Übertragungen von Immobilien in Firmen wird der Freibetrag von jetzt 365.000 auf 900.000 Euro erhöht. Es muss aber ein Betrieb mit übergeben werden, beim Herauslösen von Grundstücken oder Häusern gilt der Freibetrag nicht.

Doch für viele wird es sich wohl lohnen, Schenkungen noch heuer zu machen. Zu beachten ist auch, dass bei einem späteren Verkauf einer Immobilie die Immobilienertragsteuer anfallen kann, die ebenfalls 2016 von 25 auf 30 Prozent erhöht wird.

18.03.2015, 06:04
Manfred Schumi und Susanne Brosch, Kronen Zeitung
Kommentare  
Kommentare sortieren nach:
km_num_com
km_datum_formatiert_com
von km_nickname_text_com  
km_text_com
km_kmcom_js_begin_com kmcom_add_trigger("readcomplete","kmcom_set_notify_status(Object({'object_id':km_object_id_com}))"); km_kmcom_js_end_com
km_kmcom_js_begin_com kmcom_add_trigger("readcomplete","kmcom_set_delete_status(Object({'object_id':km_object_id_com, 'status':km_status_com}))"); km_kmcom_js_end_com
Antworten sortieren nach:
km_antworten_com
km_datum_formatiert_com
von km_nickname_text_com  
km_text_com
km_kmcom_js_begin_com kmcom_add_trigger("readcomplete","kmcom_set_notify_status(Object({'object_id':km_object_id_com}))"); km_kmcom_js_end_com
km_kmcom_js_begin_com kmcom_add_trigger("readcomplete","kmcom_set_delete_status(Object({'object_id':km_object_id_com, 'status':km_status_com}))"); km_kmcom_js_end_com
User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).
Werbung
Werbung
Meistgelesen
Meistkommentiert
Werbung
Angaben gem ECG und MedienGesetz: Medieninhaber, Hersteller und Herausgeber bzw. Diensteanbieter
Krone Multimedia GmbH & Co KG (FBN 189730s; HG Wien) Internetdienste; Muthgasse 2, 1190 Wien
Krone Multimedia © 2017 krone.at | Impressum