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10.12.2016 - 11:57
Foto: thinkstockphotos.de

Rot- grüner ORF- Dampfer zerschellt am Tempelberg

20.05.2016, 08:32

Gleich vorweg, liebe Kollegen vom ORF: Wer mit einer Blutgrätsche den Gegner foulen will, soll dann bitte nicht auf Facebook oder Twitter über eine gelbe Karte jammern. Und diese gelbe Karte gibt jetzt die Mehrheit des TV- Publikums dem Staatsfernsehen: Beim letzten großen Wahlduell zwischen Alexander Van der Bellen und Norbert Hofer wollten Moderatorin Ingrid Thurnher und ihr Redaktionsteam den stellvertretenden FPÖ- Parteichef Norbert Hofer so richtig schön vorführen.

Die ORFler wollten mit Genuss zeigen, dass dieser FPÖ- Bundespräsidentschaftskandidat bei seiner Erzählung über ein dramatisches Erlebnis beim Tempelberg in Jerusalem gelogen hätte. Und das ging mächtig schief. Wie sich nämlich mit Zeitungsberichten und somit auch auf Google relativ simpel feststellen lässt, sind bei Hofers Jerusalem- Besuch tatsächlich in seiner direkten Nähe Schüsse gefallen. Zwar wurde die mutmaßliche Attentäterin nicht (wie von Hofer behauptet) "erschossen", aber von israelischen Sicherheitskräften angeschossen.

Jetzt stellen sich dazu einige Fragen, lieber ORF: Warum will man nur EINEN der zwei Kandidaten auf diese Art und Weise vorführen? Warum durfte sich Van der Bellen zurücklehnen und unattackiert weiter leise vor sich hinhüsteln, ohne von einer augenverdrehenden Moderatorin ins Verhör genommen zu werden? Und warum hat kein einziger ORFler beim grünen Kandidaten recherchiert, ob nicht auch er irgendwann in den vergangenen zehn Jahren eine Geschichte nicht ganz richtig erzählt hat - oder vielleicht sogar jemanden schwarz beschäftigt hat?

Armin Wolf und sein Erklärungsroman auf Facebook

Armin Wolf, der selbst ernannte Höchstrichter im hiesigen Social- Media- Moralgerichtshof, kann sich dazu einen weiteren Erklärungsroman auf Facebook sparen - wir wissen ohnehin alle die richtige Antwort.

PS: Der neue Kanzler will ja in unserem Österreich die "Stimmung heben" - auch die nun erneut gezeigte Unfairness ist maßgeblich dafür verantwortlich, dass diese derart schlecht ist.

20.05.2016, 08:32
Richard Schmitt, krone.at
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