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04.12.2016 - 15:38
Foto: Martin Jöchl (Symbolbild)

82- Jährige von eigenem Hund schwer verletzt

14.10.2014, 12:22
Ein dramatischer Zwischenfall hat sich am Montagabend in Unterschützen im Südburgenland ereignet: Eine 82-jährige Frau stolperte über ihren eigenen Schäferhund, das Tier ging daraufhin auf seine Besitzerin los. Ein Nachbar riss den Hund von der Frau, die blutverdünnende Medikamente nimmt, weg und wurde damit zu ihrem Retter.

Kurz nach 18 Uhr nahm das Unglück seinen Lauf: Die Pensionistin dürfte im Garten über den elfjährigen Schäferrüden gestolpert sein, der sie daraufhin anfiel und schwer verletzte. "Die Frau hat mehrfach Bisswunden an Beinen und Armen davongetragen", sagte Polizeisprecher Gerald Koller.

Nachbar versetzte Hund Faustschlag

Zwei Passanten, die die 82- Jährige am Boden liegen sahen, schlugen Alarm. Ein 63- jähriger Nachbar kam der Pensionistin zu Hilfe und nahm dabei in Kauf, selbst verletzt zu werden. "Er hat dem Hund einen Faustschlag versetzt", schilderte Koller. Als er den Schäferrüden von der Verletzten wegreißen wollte, ging der Hund auch auf den Mann los, der ihm mit dem Knie einen Stoß verpasste. Schließlich gelang es ihm, den Vierbeiner in einer Werkstatt einzusperren.

"Der Landwirt hat die Dame gerettet", so Koller. Die Frau sei "künstliche Bluterin", sie nimmt aus medizinischen Gründen ein Mittel, das die Blutgerinnung hemmt.

Schwer verletzte 82- Jährige im Spital operiert

Gegen 18.20 Uhr wurden die Rettungskräfte alarmiert, so ein Sprecher der Landessicherheitszentrale. Ein Notarzteinsatzfahrzeug und ein Rettungswagen rückten aus. Die 82- jährige Frau wurde in das Krankenhaus Oberwart gebracht. Sie musste operiert werden.

Auch bei der Einnahme blutgerinnender Medikamente sei nicht jede Verletzung automatisch lebensbedrohlich, dies hänge immer vom Ausmaß ab, hieß es vonseiten der Ärzte. Es bestehe allerdings in solchen Fällen eine verstärkte Blutungsneigung. Die Behandlung sei daher etwas aufwendiger, weil man noch penibler schauen müsse, dass es nicht weiter blutet.

14.10.2014, 12:22
AG/red
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