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26.09.2017 - 17:36
Foto: Klemens Groh

Schwere Vorwürfe gegen Airport- Vorstand erhoben

05.05.2010, 15:07
Die in einem anonymen Schreiben erhobenen schweren Vorwürfe gegen Wiens Airport-Vorstand Ernest Gabmann lassen zurzeit die Wogen in der Landespolitik hochgehen. Dem ehemaligen VP-Vizelandeshauptmann werden Polit-Einflussnahme, umstrittene persönliche Ausgaben und ganz allgemein sein Führungsstil im Flughafen-Konzern vorgeworfen.

Die Aufsichtsratsspitze des Airports soll notfalls personelle Konsequenzen nicht ausschließen. Die SP- Landespartei forderte eine umfassende Aufklärung der Vorgänge rund um den Flughafen.

"Heiligen Krieg gegen die SPÖ"

Gabmann wurde mit einer Vielzahl von Vorwürfen konfrontiert: Er habe das bisherige Management in seinem Bereich "degradiert und mit Weisung alle Aufgaben entzogen". Ausschreibungen zu Skylink, Einkauf, Buchhaltung und Personalausschreibungen seien jetzt unter Gabmanns direkter Kontrolle, die bisherigen Manager hätten nichts mehr mitzureden. Muckten Manager auf, kämen Klaus Schneeberger (Klubobmann der VP- Landespartei) und Lukas Mandl (ÖAAB- Generalsekretär) "und schreien mit ihm gemeinsam das gesamte schwarze Management zusammen und rufen den heiligen Krieg gegen die SPÖ aus". Den Mitarbeitern werde, so stehe es in dem Schreiben, zudem mitgeteilt, dass Aufsichtsratschef Christoph Herbst "nichts zu melden hat" und sie jeden rausschmeißen sollten, "der den noch einmal anruft".

Auch privat von Geschäften profitiert?

Weitere Kritikpunkte in dem anonymen Brief: Der Ankauf einer Büroeinrichtung für 35.000 Euro, deren Notwendigkeit und Verwendung hinterfragt wird. An Rechnungshofpräsident Josef Moser appellierte der Flughafen- Insider Medienberichten zufolge, auch die privaten Geschäfte Gabmanns in Schrems und die Auftragsvergabe beim Skylink zu hinterfragen.

Günter Steindl, Landesgeschäftsführer der SP Niederösterreich, meinte zur vermeintlichen parteipolitischen Vereinnahmung des Flughafens durch die VP- Niederösterreich, dass dies zu erwarten gewesen wäre, denn "das macht die Pröll- VP in allen Landesunternehmen bzw. Unternehmen, wo sie Einfluss hat." Wenn sich schon der schwarze Aufsichtsratsvorsitzende angesichts der vorgeworfenen massiven Missstände oder persönlicher Verwicklungen Gabmanns zu Maßnahmen genötigt sehe, dann sei "Feuer am Dach", glaubt Steindl. Er sieht hier "besonderen Handlungsbedarf" bei Landeshauptmann Erwin Pröll.

FP wirft Gabmann ein "Bonzenleben" vor

Eine Eskalation eines VP- internen Machtkampfs - zwischen Flughafen- Vorstand Gabmann und seinem Aufsichtsratschef Herbst - vermutet die FP Niederösterreich. Deren Klubobmann Gottfried Waldhäusl hält Gabmann ein "Bonzenleben" vor. Nachdem es am Flughafen erst kürzlich durch das "VP- Rollkommando" Schneeberger/Mandl eine Kopfwäsche für VP- nahe Manager gegeben habe, sei auch "klar, warum sich verzweifelte Insider mittlerweile an uns wenden und uns detaillierte Unterlagen zum 'Gabmann- Millionengrab' übermittelt haben", so der FP- Politiker. Er will nun unter anderem "auffallend günstige Grundstücksverkäufe rund um das Flughafenareal an ein Bieterkonsortium um die Raiffeisen Gruppe" beleuchtet wissen und sprach zudem von "undurchsichtigen Gegengeschäften von Baufirmen, die beim Skylink- Projekt zum Zug gekommen sind, mit Firmen, die sich im Einflussbereich Gabmanns" befinden würden.

Auch der Kontrollsprecher der Wiener Freiheitlichen, Dietbert Kowarik, mutmaßte einen "endgültigen Vertrauensbruch" zwischen Aufsichtsratschef Herbst und Vorstand Gabmann. "Es wird Zeit, die rot- schwarze Chaosmannschaft abzuberufen", so der Wiener FP- Abgeordnete.

Gabmann hält das Schreiben für Werk eines "Psychopaten"

Gabmann selbst hat die gegen ihn gerichteten Vorwürfe als "völligen Unfug", "alles Schwachsinn" und "aus der Luft gegriffen" zurückgewiesen, das Schreiben sei das Werk eines "Psychopathen". Und er behalte sich rechtliche Schritte vor. Jegliche Art von Korruptionsvorwürfen habe Gabmann, der bis vor einem Jahr VP- Vizelandeshauptmann von Niederösterreich war, bereits mit Verleumdungsklagsdrohungen versehen von sich gewiesen.

 

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