Willkommen
|
Facebook Twitter Google Plus
21.08.2017 - 09:01
Foto: dpa/A3471 Boris Roessler

Frau mit Revolver in Hals geschossen: Friseurin verurteilt

20.10.2011, 16:03
Wegen fahrlässiger Körperverletzung ist eine 50-jährige Friseurin am Donnerstag am Landesgericht St. Pölten zu sieben Monaten bedingter Haft, einer Geldstrafe von 180 Tagsätzen und 4.500 Euro Schmerzensgeld verurteilt worden. Die Frau hatte im vergangenen Jänner einer Bekannten unabsichtlich mit einem Revolver in den Hals geschossen. Weil sie "patschert ist", wie ihr Anwalt vor Gericht ausführte. Das Urteil ist nicht rechtskräftig.

Der Vorfall hatte sich am 13. Jänner im Wohnhaus der Friseurin im Bezirk Tulln in Niederösterreich ereignet. Eine damals 77- jährige Bekannte hatte sich bei ihr im Keller aufgehalten, um sich von ihr die Haare machen zu lassen. Während die Pensionistin unter der Trockenhaube saß, ereignete sich der Unfall: Ein Bekannter war zwischenzeitlich gekommen, dem die 50- Jährige ihre neue Waffe zeigen wollte, weil "ich so eine Freude damit hatte", wie sie vor Gericht erklärte.

Friseurin wusste nicht, dass Waffe geladen war

Die beiden gingen in den Nebenraum, wo sich der verschlossene Waffenschrank befand. Die Angeklagte zeigte dem Mann zunächst die neue Waffe, dann einen Revolver ihres Ehemannes, eines Jägers. Dieser hatte mit der Waffe einen Marder jagen wollen und sie deswegen geladen in den Kasten gelegt, was die Frau offenbar nicht wusste. Weil es zu dunkel war, ging sie mit dem Revolver zurück in das Zimmer, in dem die 77- Jährige saß.

Beim Prüfen der Waffe löste sich plötzlich ein Schuss, der die Dame rechts in den Hals traf und auf der linken Seite am Oberkörper wieder austrat. "Jetzt hast mich getroffen", habe die Frau gesagt. Sofort wurde ein Arzt verständigt und Erste Hilfe geleistet. Obwohl sie schwer verletzt war, habe sie sich nicht "in Todesangst" befunden, sagte die 77- Jährige als Zeugin: "Ich hab' den Doktor gefragt, ob ich überhaupt ins Spital muss." Wie der Unfall zustande kam, habe sie nicht mitbekommen.

Verteidiger bezeichnet Mandantin als "patschert"

Der Schuss habe sich gelöst, weil "ich unachtsam war", gab die 50- Jährige zu. Zudem stellte der Schießsachverständige fest, dass die Handhabung des Revolvers durch die Angeklagte, die rund 20 Jahre lang eine Waffenbesitzkarte hatte, "auf jeden Fall unsachgemäß" war. Auch ihr eigener Verteidiger räumte ein: "Ich will das nicht schönreden. Die Angeklagte ist patschert, das hat man heute gesehen. Gott sei Dank ist das glimpflich ausgegangen." Die Frau nahm die Strafe an, die Staatsanwaltschaft gab keine Erklärung ab. Das Urteil ist somit nicht rechtskräftig.

20.10.2011, 16:03
AG/red
Kommentare  
Kommentare sortieren nach:
km_num_com
km_datum_formatiert_com
von km_nickname_text_com  
km_text_com
km_kmcom_js_begin_com kmcom_add_trigger("readcomplete","kmcom_set_notify_status(Object({'object_id':km_object_id_com}))"); km_kmcom_js_end_com
km_kmcom_js_begin_com kmcom_add_trigger("readcomplete","kmcom_set_delete_status(Object({'object_id':km_object_id_com, 'status':km_status_com}))"); km_kmcom_js_end_com
Antworten sortieren nach:
km_antworten_com
km_datum_formatiert_com
von km_nickname_text_com  
km_text_com
km_kmcom_js_begin_com kmcom_add_trigger("readcomplete","kmcom_set_notify_status(Object({'object_id':km_object_id_com}))"); km_kmcom_js_end_com
km_kmcom_js_begin_com kmcom_add_trigger("readcomplete","kmcom_set_delete_status(Object({'object_id':km_object_id_com, 'status':km_status_com}))"); km_kmcom_js_end_com
User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).
Werbung
Werbung
Angaben gem ECG und MedienGesetz: Medieninhaber, Hersteller und Herausgeber bzw. Diensteanbieter
Krone Multimedia GmbH & Co KG (FBN 189730s; HG Wien) Internetdienste; Muthgasse 2, 1190 Wien
Krone Multimedia © 2017 krone.at | Impressum