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10.12.2016 - 23:35
Flüchtlinge auf dem Weg nach Wien
Foto: APA/HELMUT FOHRINGER

Studie: Europäer fürchten erhöhtes Terrorrisiko

12.07.2016, 06:36

Eine Mehrheit der Europäer fürchtet einer Studie zufolge, dass durch den Flüchtlingsandrang die Gefahr von Terrorattentaten steigt. Zugleich äußerten viele Befragte die Angst, dass die Neuankömmlinge ihnen "Jobs und Sozialleistungen wegnehmen" könnten, wie aus einer Untersuchung des Pew Research Center hervorgeht. Besonders stark sind diese Ansichten in Ungarn und Polen verbreitet.

Das Pew Research Center befragte für die Untersuchung 11.494 Menschen zwischen Anfang April und Mitte Mai. Die Studie wurde in Deutschland, Frankreich, Italien, Griechenland, Großbritannien, den Niederlanden, Polen, Schweden, Spanien und Ungarn durchgeführt.

Terrorangst in Polen und Ungarn am größten

In acht von zehn EU- Ländern, die insgesamt 80 Prozent der europäischen Bevölkerung repräsentieren, erklärten mehr als die Hälfte der Befragten, dass die Ankunft der Flüchtlinge die Wahrscheinlichkeit einer "terroristischen Gefahr" in ihrem Land erhöhe. Besonders groß ist die Sorge in Ungarn (76 Prozent) und Polen (71 Prozent), wo die Regierungen äußerst restriktiv bei der Aufnahme von Flüchtlingen sind.

Bei den Deutschen äußerten 61 Prozent diese Sorge. In Frankreich, das im vergangenen Jahr von zwei verheerenden islamistischen Anschlägen getroffen worden war, glaubt dagegen die Hälfte (51 Prozent) nicht an eine erhöhte Terrorgefahr aufgrund der ankommenden Flüchtlinge.

Insgesamt gebe es in den Köpfen der Europäer eine "sehr klare Verbindung zwischen der Flüchtlingskrise und der Terrorgefahr", so das Pew Research Center in seiner am Dienstag veröffentlichten Studie. So stünden die stark angestiegenen Flüchtlingszahlen auch im Mittelpunkt der Anti- Einwanderungs- Rhetorik rechtsgerichteter Parteien.

Angst um Jobs und Sozialleistungen

Der Studie zufolge empfindet in sieben von zehn Ländern eine Mehrheit die Flüchtlinge auch als "Last", da sie "unsere Jobs und Sozialleistungen wegnehmen". 82 Prozent der Befragten äußerten diese Ansicht in Ungarn, 75 Prozent in Polen und 72 Prozent in Griechenland.

In Deutschland und Schweden dagegen, wo im vergangenen Jahr besonders viele Flüchtlinge aufgenommen wurden, herrscht diese Meinung nicht vor. So fürchten 59 Prozent der Befragten in Deutschland aufgrund des Flüchtlingsandrangs nicht um ihre Arbeitsplätze. Vielmehr erklärte in Deutschland und Schweden die Mehrheit, die Neuankömmlinge würden ihre Nationen kraft ihrer Arbeit und Talente stärker machen.

12.07.2016, 06:36
AG/red
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