Willkommen
|
Facebook Twitter Google Plus
23.01.2017 - 00:29
Foto: APA/AFP/YASIN AKGUL, APA/AFP/Dogan News Agency/HANDOUT / Video: kameraOne

Istanbul- Killer reiste per Flugzeug mit Familie an

03.01.2017, 17:38

Mit Hochdruck fahndet die türkische Polizei nach jenem Mann, der in der Silvesternacht im Istanbuler Nachtclub Reina kaltblütig 39 Menschen erschossen hat, bevor er flüchten konnte. Und die Schlinge zieht sich offenbar zu, denn die Behörden haben inzwischen die Identiteät des Massenmörders, von dem jetzt ein Selfie- Video (siehe oben) aufgetaucht ist, das ihn klar und deutlich auf einem belebten Platz im Herzen der Millionenmetropole zeigt , geklärt und haben sogar seine Familie in Gewahrsam genommen. Weitere Details wurden nicht genannt.

Wie die BBC unter Berufung auf türkische Medien berichtet, hat die Polizei inzwischen zwölf Verdächtige in Gewahrsam genommen - unter ihnen die Familie des mutmaßlichen Attentäters. Der Mann soll mit seiner Ehefrau und zwei Kindern bereits im November per Flugzeug von Kirgisistan in die Türkei gereist sein, um keine Aufmerksamkeit zu erregen.

Falsche Passfotos aufgetaucht

In sozialen Medien tauchten hingegen angebliche Passfotos des Attentäters auf, die sich später allerdings als falsch herausstellten. Kirgisische Behörden erklärten, der Mann habe lediglich ein ähnliches Aussehen wie der Istanbuler Attentäter, sei jedoch befragt worden, und ein Zusammenhang mit dem Anschlag sei auszuschließen.

Zudem gab es am Dienstag im Zusammenhang mit dem Attentat zwei weitere Festnahmen auf dem Istanbuler Atatürk- Flughafen. Zwei Verdächtige seien am Abflugterminal verhaftet worden, meldete eine türkische Nachrichtenagentur.

Foto: APA/AFP/YASIN AKGUL, APA/AFP/Dogan News Agency/HANDOUT

Berichten zufolge ist der Attentäter am 20. November mit seiner Familie in Istanbul angekommen, dann sei er ist die Großsstadt Konya, 200 Kilometer südlich von Ankara, gefahren, wo er eine Wohnung gemietet und für drei Monate im Voraus bezahlt habe. Dem Makler habe er laut "Bild" erzählt, er sei in Konya auf Jobsuche. Am 29. Dezember sei er dann wieder nach Istanbul gefahren, wo er in der Silvesternacht das Massaker angerichtet haben dürfte, bei dem 39 Menschen starben und fast 70 weitere verletzt wurden .


Foto: APA/AFP/IHLAS NEWS AGENCY

Ehefrau wusste nach eigenen Angaben von nichts

Seine Ehefrau soll von all dem nichts gewusst haben, hieß es. In der Vernehmung habe sie gesagt, dass sie von dem Anschlag erst aus dem Fernsehen erfahren habe. Sie habe nicht einmal gewusst, dass er mit der Dschihadistenorganisation Islamischer Staat sympathisiere, geschweige denn, dass er ein Terrorist sei.

Die Behörden haben die Identität des Massenmörders von Istanbul noch nicht öffentlich gemacht. Laut dem stellvertretenden Ministerpräsidenten der Türkei, Numan Kurtulmus, verfügen die Behörden über seine Fingerabdrücke sowie eine "Basisbeschreibung". Bald dürfte aber endgültig feststehen, ob es sich bei dem Angreifer um jenen Mann handelt, von dem der IS am Montag ein Video veröffentlicht hat, als er die Tat für sich reklamierte.

Darauf ist angeblich der Attentäter von Istanbul zu sehen, wie er sich am helllichten Tag auf einem belebten Platz im Herzen der Millionenmetropole filmt. Ob das Selfie- Video vor oder nach dem Blutbad im Club Reina entstanden ist, ist noch nicht klar. Der IS bezeichnete den Mann als "Soldaten des Kalifats".

Menschen, die sich bewegten, in den Kopf geschossen

Dieser "heldenhafte Soldat" war am Sonntag, kurz nach Mitternacht, mit einer Waffe in den Club gestürmt und hatte Dutzende Menschen niedergeschossen. Viele von ihnen starben sofort, anderen auf dem Boden liegenden soll er gezielt in den Kopf geschossen haben, wenn sie sich noch bewegten. Nach dem Massaker zog sich der Mann offenbar in Ruhe um, reinigte die Waffe und flüchtete schließlich.

Video: Hier beginnt der Killer das Morden

Video: kameraOne

Video: Augenzeugen schildern die grausamen Momente

Video: AFP

Laut Geheimdienstkreisen wurde der Angriff von derselben IS- Zelle ausgeführt wie der Anschlag auf den Istanbuler Atatürk- Flughafen im Juni. Damals hatten mehrere Selbstmordattentäter 45 Menschen mit in den Tod gerissen.

Chefin vom Dienst
Heike Reinthaller-Rindler
Kommentare  
Kommentare sortieren nach:
km_num_com
km_datum_formatiert_com
von km_nickname_text_com  
km_text_com
km_kmcom_js_begin_com kmcom_add_trigger("readcomplete","kmcom_set_notify_status(Object({'object_id':km_object_id_com}))"); km_kmcom_js_end_com
km_kmcom_js_begin_com kmcom_add_trigger("readcomplete","kmcom_set_delete_status(Object({'object_id':km_object_id_com, 'status':km_status_com}))"); km_kmcom_js_end_com
Antworten sortieren nach:
km_antworten_com
km_datum_formatiert_com
von km_nickname_text_com  
km_text_com
km_kmcom_js_begin_com kmcom_add_trigger("readcomplete","kmcom_set_notify_status(Object({'object_id':km_object_id_com}))"); km_kmcom_js_end_com
km_kmcom_js_begin_com kmcom_add_trigger("readcomplete","kmcom_set_delete_status(Object({'object_id':km_object_id_com, 'status':km_status_com}))"); km_kmcom_js_end_com
User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).
Werbung
Werbung
Meistgelesen
Meistkommentiert
Werbung
Angaben gem ECG und MedienGesetz: Medieninhaber, Hersteller und Herausgeber bzw. Diensteanbieter
Krone Multimedia GmbH & Co KG (FBN 189730s; HG Wien) Internetdienste; Muthgasse 2, 1190 Wien
Krone Multimedia © 2017 krone.at | Impressum