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24.07.2017 - 15:01
Stark ansteigender Meeresspiegel sowie Küstenerosion bedrohen die Salomonen.
Foto: AFP

Heftiges Seebeben bei Salomonen im Südpazifik

08.12.2016, 20:29

Nahe der Inselgruppe der Salomonen im Südpazifik hat sich ein schweres Erdbeben ereignet. Die US- Geologiebehörde USGS gab die Stärke am Donnerstagabend mit 7,8 an. Das Zentrum lag im Meer rund 70 Kilometer südwestlich der Stadt Kirakira, der Hauptstadt der Insel Makira.

Das Beben ereignete sich um 18.38 Uhr MEZ. Das Pazifik- Tsunami- Warnzentrum hielt für die nächsten drei Stunden weitreichende gefährliche Tsunami- Wellen im Pazifikraum für möglich, die bis nach Hawaii reichen könnten. Die Salomonen, Vanuatu, Papua- Neuguinea, Nauru, Neukaledonien, Tuvalu und Kosra könnten davon betroffen sein, hieß es. Es gibt noch es keine Informationen über Schäden oder Verletzte.

Auf den Salomonen- Inseln leben etwa 570.000 Menschen. Die Inseln liegen auf dem Pazifischen Feuerring , dem "Ring of Fire". Das ist eine hufeisenförmige Zone entlang der Küsten des Pazifischen Ozeans, die häufig von Erdbeben und Vulkanausbrüchen heimgesucht wird. Entlang dieses Gürtels liegt etwa die Hälfte aller aktiven Vulkane.

Weiters Beben vor US- Küste

Wenige Stunden zuvor hatte es auf der anderen Seite des Pazifiks bereits ein schweres Erdbeben gegeben. Rund 150 Kilometer vor der Küste Nordkaliforniens wurde ein Beben der Stärke 6,5 registriert. Es gab hierbei ausdrücklich keine Tsunami- Warnung. Dieses Beben ereignete sich in 12,1 Kilometer Tiefe.

In sozialen Netzwerken berichteten Menschen aus Nordkalifornien, sie hätten leichte Erschütterungen gespürt. Es gab keine Berichte über Sachschäden oder Verletzte. Auch im Staat Oregon nördlich von Kalifornien war das Beben nach Angaben der Behörden zu spüren.

"Ring aus Feuer" als Aktivzone

Der "Ring aus Feuer" reicht von der Antarktis über Neuseeland und die Salomonen zum Ostrand Indonesiens. Er führt weiter über die Philippinen und Japan bis zu den Aleuten sowie den Küsten Nord- und Südamerikas. Im Erdinnern schieben sich entlang dieses Rings verschiedene Erdplatten untereinander. Je nach Beschaffenheit ihrer Ränder sind die auftretenden Erschütterungen größer oder kleiner und lassen die Erde beben.

Redaktion
krone.at
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