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Vettel & Co. zu F1- Chaos: So geht es nicht weiter!

23.03.2016, 19:50

"So geht es nicht weiter!" In aller Kürze kann man seinen Inhalt so zusammenfassen - den Inhalt eines offenen Briefs der Formel- 1-Fahrer an die Chefs der Königsklasse des Motorsports. In dem Schreiben äußern Sebastian Vettel  und Co. ihren Unmut und fordern folgerichtig Reformen. Ein Auslöser war die peinliche Qualifikations- Posse beim Saisonauftakt in Australien, als statt mehr Action am Ende gar keine Fahrer mehr auf der Strecke gewesen waren. Nach der prompten Kehrtwende zum alten Modus beim nächsten Rennen in Bahrain bezog die Fahrergewerkschaft nun klar Stellung.

"Wir möchten die Besitzer der Formel 1 auffordern und drängen, eine Restrukturierung der Führung in Betracht zu ziehen", hieß es in dem Schreiben am Mittwoch. Die künftigen Richtungen und Entscheidungen der Formel 1, seien sie kurz- oder langfristig, sportlich, technisch oder geschäftlich, müssten "auf einem klaren Master- Plan basieren".

"Schwierige globale wirtschaftliche Situation"

Den Fahrern reicht es offensichtlich. Zudem treibt sie die Sorge um ihre größte Leidenschaft an. "Seit der Kindheit haben wir davon geträumt, in den schnellsten Rennautos der Top- Teams auf den coolsten Strecken gegen die besten Piloten der Welt zu fahren." Momentan werde die Formel 1 aber von einer schwierigen globalen wirtschaftlichen Situation herausgefordert, einem veränderten Fan- und Konsumentenverhalten sowie einer deutlichen Veränderung in der TV- Landschaft.

"Veraltete und schlechte Entscheidungsprozesse"

Und nach Einschätzung der Piloten ist die Wunschvorstellung von einst mit der Ist- Situation unter den aktuellen Voraussetzungen der Motorsport- Königsklasse nicht zu schaffen. "Die Fahrer sind zu dem Schluss gekommen, dass der Entscheidungsprozess in dem Sport veraltet und schlecht strukturiert ist, so dass Fortschritte verhindert werden."

FIA  und Ecclestone  wohl im Fokus der Kritik
Zuständig für das Regelwerk in der Königsklasse, das seit Jahren immer wieder mal mehr, mal weniger geändert wird, ist der Internationale Automobilverband FIA. Zuständig für die Vermarktung ist das Formula One Management von Bernie Ecclestone. Besitzer der Formel 1 ist seit rund einem Jahrzehnt die Investmentgesellschaft CVC, die bei der Übernahme Ecclestone wieder als Geschäftsführer installierte.

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Zu teuer, zu leise, nicht schnell genug, zu langweilig

Zu teuer, dann zu leise, nicht schnell genug, zu langweilig - die Kritik an der Formel 1 ist seit Jahren immer wiederkehrend. Meist versuchten es die Verantwortlichen mit diversen Veränderungen. Zur Saison 2014 wurden die hoch komplizierten Turbo- Triebwerke mit Hybridsystem eingeführt. 2017 soll schon wieder eine Regelreform durchgeführt werden.

Zuletzt ging dann die kurzfristige Einführung eines neuen Quali- Systems zum Rennen in Melbourne gründlich daneben. Die Fahrer hatten den Modus vorher schon deutlich kritisiert und sahen sich anschließend bestätigt. Manche der jüngsten Entscheidungen könnten den künftigen Erfolg der Formel 1 aufs Spiel setzen, meinte die GPDA in dem Brief der drei Direktoren Sebastian Vettel, Jenson Button  und Alex Wurz. 

23.03.2016, 19:50
AG/red
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