Lücke im Budget

Neuer Glanz für Kollegienkirche kostet 13 Millionen

Salzburg
31.03.2010 10:17
Salzburgs Kollegienkirche ist das Sorgenkind der Denkmalschützer: Eine Lücke von 7,4 Millionen Euro klafft im Sanierungs-Budget. Derzeit steht in der Apsis der Kirche ein 14-stöckiges Baugerüst. Bis Juli sollen dort alle Figuren in neuem Glanz erstrahlen. Mit Benefizaktionen will man weitere Mittel auftreiben.

Hofrat Ronald Gobiet, Salzburgs oberster Denkmalschützer, ist erfinderisch, wenn es um Sponsorgelder für die Barockkirche geht. Am Dienstag gab es eine Benefizgala in Schloss Leopoldskron mit 100.000 Euro an Spendeneinnahmen. Gekocht wurde nach barocken Rezepten von Konrad Hagger, der einst dem Fürsterzbischof 2.500 Menüvorschläge hinterlassen hat.

Lokalaugenschein soll bei Verhandlungen helfen
"Doch alleine die Renovierung des Kircheninneren kostet nochmals 7,4 Millionen", stöhnt der Denkmalschutz-Chef: "Die können wir unmöglich alleine aufbringen." Am Dienstag gab es einen Lokalaugenschein mit Bertrand du Vignaud, Präsident des World Monuments Fund und Christoph Stadlhuber, Bundes-Immobilien-Chef und damit Kircheneigentümer. Im Juli, wenn die zentrale Stuck-Glorie von Fischer von Erlach fertig restauriert sein wird, soll dann weiter verhandelt werden.

von Wolfgang Weber, Kronen Zeitung
Bild: Ronald Gobiet, Bertrand du Vignaud und BIG-Chef Christoph Stadlhuber mit einem Restaurateur am Baugerüst.

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