Foto: AFP, GEPA

Spielen Investoren- Teams bald in eigener Liga?

Die sogenannte "50+1"- Regel beschränkt die Investorenmöglichkeiten, sich bei Bundesliga- Teams in Deutschland auszubreiten. Schon lange gibt es eine emotionale Debatte, um die Regel abgeschafft werden muss, damit die deutsche Liga mit der internationalen Konkurrenz mithalten zu können. Der Manager von Zweitligist FC St. Pauli, Andreas Rettig, fordert nun, dass Teams mit Investoren in einer eigenen Liga antreten sollen.

Im Moment würde das lediglich vier Teams der höchsten deutschen Spielklasse betreffen. Die  TSG Hoffenheim, Bayer Leverkusen, den VfL Wolfsburg und natürlich RB Leipzig. Rettig, der frühere Präsident der Deutschen- Fußball- Liga (DFL), gilt seit jeher als Verfechter der "50+1"- Regel, die vorschreibt, dass die Klubs die Stimmenmehrheit behalten müssen.

Eigene Liga für Investoren- Klubs

Bei einem Termin in Frankfurt forderte Rettig, nach Berichten von "Sport1", dass Investoren- Klubs künftig aus dem Spielbetrieb der Bundesliga ausgegliedert werden und in einer eigenen Liga spielen sollten.

Der St. Pauli- Manager ist der Meinung, dass Klubs mit potenten Geldgebern klare Wettbewerbsverzerrung betreiben würden. "Es wird einen Grund haben, dass diese Klubs, die eine Ausnahmeregelung erhalten haben, noch nie abgestiegen sind", so Rettig.

Die Debatte ist insofern aktuell, da Martin Kind, jahrelanger Geldgeber von Bundesliga- Aufsteiger Hannover 96 versucht, die "50+1"- Regel zu kippen. Notfalls auch mit einer Klage.

Redaktion
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