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11.12.2016 - 12:28
Foto: Dominik Erlinger

Smartphone- Kameras wegen Japan- Beben bald teurer?

18.04.2016, 09:41

Die Erdbeben im Süden Japans haben viele Großkonzerne des asiatischen Landes getroffen. Toyota teilte mit, die Produktion in mehreren Fabriken zu stoppen, weil die Lieferkette unterbrochen sei. Ab Montag werde die Auto- Herstellung in den meisten japanischen Fabriken schrittweise heruntergefahren. Hintergrund seien die Probleme der Zulieferer. Auch Sony ist betroffen - und hier könnten die Probleme die ganze IT- Industrie betreffen.

Es gebe bei Toyota zum Beispiel Engpässe bei Teilen für Türen und Motoren, teilte der weltgrößte Auto- Hersteller mit. Der japanische Konkurrent Honda erklärte unterdessen, ein Motorradwerk im Süden des Landes bleibe wegen Erdbebenschäden geschlossen. Die Produktion in den übrigen Fabriken laufe normal.

Bildsensoren- Werke von Sony betroffen

Auch Sony ist betroffen. Der Elektronikkonzern hat die Produktion in einem Werk für Bildsensoren stoppen müssen. Die Schäden werden derzeit ermittelt. In anderen Fabriken in der Nähe, etwa in Nagasaki und Oita, wurde der Betrieb indes wieder hochgefahren. Auch hier werden Bildsensoren gefertigt, die unter anderem für Smartphone- Kameras gebraucht werden.

Fast die gesamte Branche ist Kunde bei Sony - von aufstrebenden chinesischen Smartphone- Fertigern wie Huawei bis zur Premium- Marke Apple. Sollte es zu längerfristigen Engpässen in Sonys Bildsensoren- Werken kommen, könnten also etliche Smartphone- Hersteller mit Kamerasensor- Engpässen gebeutelt werden.

Es wäre nicht das erste Mal, dass eine Naturkatastrophe Auswirkungen auf die IT- Branche und letztlich auch die Preise hat, die der Endkunde bezahlt. Erst vor einigen Jahren sorgten Überflutungen in Thailand, die zahlreiche Festplattenfabriken in Mitleidenschaft zogen, für empfindliche Preisanstiege bei den Speichermedien .

Schweres Erdbeben traf Insel Kyushu

Dutzende Menschen kamen seit Donnerstag bei den heftigen Erdstößen in der Präfektur Kumamoto auf der Insel Kyushu ums Leben. Mehr als 1000 Personen wurden verletzt. Hunderte Nachbeben wurden registriert.

18.04.2016, 09:41
AG/red
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