NHL-"Lock-out"

Sabres-Star Vanek erwägt Gastspiel in Österreich

Sport
15.09.2012 09:44
Sollte sich der am Samstag beginnende NHL-"Lock-out" länger hinziehen, wäre ein Engagement in Europa auch für Österreichs 28-jährigen Eishockey-Star Thomas Vanek ein Thema. "Wenn sich bis Ende September nichts getan hat, muss ich mir auch überlegen, ob ich nicht nach Europa komme. Österreich ist da für mich sicher ein Thema", sagte der Stürmer der Buffalo Sabres.

Ein spezieller Klub schwebt dem mit 26 Treffern zweitbesten Sabres-Torschützen der vergangenen Saison aber noch nicht vor. "Keine Ahnung, lassen wir uns überraschen." Das größte Problem bei einem möglichen Österreich-Engagement wäre für Vanek nicht das jährliche Fünf-Millionen-Euro-Gehalt, sondern die Versicherung. "Das ist etwas, worüber nicht oft gesprochen wird, aber bei Abstellungen - auch für das Nationalteam - immer am meisten Sorgen macht", erklärte Vanek.

Der Österreicher befand sich am Mittwoch mit rund 300 anderen NHL-Spielern in New York bei einer Sitzung, die den "Lock-out" noch hätte verhindern sollen. Die Verhandlungen der Spielergewerkschaft mit den Klubbesitzern blieb aber ergebnislos. Nicht einmal ein neuer Gesprächstermin wurde vereinbart, nun dürfte die Aussperrung am Samstag Realität werden.

Besitzer der NHL-Klubs blieben hart
"Schade, dass die NHL unseren Vorschlag nicht ernst nehmen will. Ich bin überzeugt davon, dass wir damit in Zukunft alle sehr gut fahren könnten", betonte Vanek. "Wir haben den Klubbesitzern sogar vorschlagen, die Saison mit dem alten Kollektivvertrag zu starten und während der Saison weiter zu verhandeln." In die Vorgänge in der Gewerkschaft seien die Spieler sehr gut einbezogen. "Mit Gewerkschaftschef Don Fehr sind wir extrem zufrieden, er ist sehr offen und ehrlich", versicherte Vanek. "Bis die Camps öffnen sollen, ist ja noch etwas Zeit, und die Hoffnung haben wir noch nicht aufgeben."

Derzeit hält sich Vanek mit rund 15 anderen Sabres-Spielern und einigen AHL-Cracks in Buffalo fit. "Wenn sich der 'Lock-out' hinzieht, werden aber sicher etliche Spieler nach Europa gehen. Dann wird es natürlich auch mit einem ordentlichen Training hier immer schwieriger", erinnerte Vanek. Österreich wäre eine Alternative, um die Zeit bis zu einer Einigung zu überbrücken.

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