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Bundesheer verschleudert Übungsplatz in OÖ

03.02.2012, 15:56
Bundesheer verschleudert Übungsplatz in OÖ (Bild: Christof Birbaumer/Kronen Zeitung)
Foto: Christof Birbaumer/Kronen Zeitung
Das Bundesheer hat seinen Truppenübungsplatz Oberfeld am Dachstein in Oberösterreich um 173.000 Euro verkauft. Der Industrielle Gerald Schweighofer hat die Liegenschaft über seine Privatstiftung erworben und will dort ein Tourismusprojekt aufziehen. Der sehr niedrige Erlös wird damit begründet, dass sich das Bundesheer dadurch einen mehrere Millionen Euro teuren Rückbau erspart, wie das Verteidigungsministerium am Freitag mitteilte.

Der 53.000 Quadratmeter große Übungsplatz besteht aus einer im Jahr 1957 erbauten Material- und Personenseilbahn, der Talstation in Obertraun sowie einer mehrstöckigen kasernenartigen Anlage mit Soldatenunterkünften, einer Großküche und vielem mehr.

Das Areal auf einer Seehöhe von 1.830 Metern wird seit Jahren nicht mehr militärisch genutzt und war seit 2006 zum Verkauf ausgeschrieben. Heeresbedienstete sollen künftig als Leasingkräfte für den neuen Eigentümer arbeiten.

Ehemaliges Munitionslager in Linz zu verkaufen

Wie die eigens für die Verkäufe von Bundesheer- Liegenschaften gegründete Gesellschaft SIVBEG am Donnerstag bekannt gab, soll auch eine weitere Immobilie bald den Besitzer wechseln. Das ehemalige Munitionslager in Linz- Ebelsberg stehe demnach zum Verkauf. Laut Ausschreibung soll der Mindestpreis 994.000 Euro betragen, die Angebotsfrist endet am 30. März. Danach wird mit den Interessenten verhandelt.

Die Liegenschaft am südöstlichen Stadtrand von Linz besteht größtenteils aus Wald und umfasst 437.000 Quadratmeter und 23 Gebäude. In einem abgezäunten Bereich befinden sich unter anderem 13 erdüberdeckte Munitions- und Sprengstoffbunker.

Der Wald wurde bereits in der Zeit der Monarchie von der Marine für militärische Zwecke verwendet, wobei schon damals ein Munitions- und Pulverdepot vorhanden gewesen sein dürfte. Auch im Zweiten Weltkrieg befand sich dort ein Lager für Explosives. Ein noch bestehender Kommandobunker mit einer Wanddicke von zwei Metern dürfte ebenfalls aus dieser Zeit stammen. Das Bundesheer hat das Munitionslager in der heutigen Form ab den 1960er- Jahren errichtet. Zuletzt wurde die Anlage nur noch als Gerätelager genützt.

"Totalabverkauf" bei Heeres- Liegenschaften seit 2006

Seit 2006 wurden österreichweit 118 Heeres- Liegenschaften um 166,5 Millionen Euro verkauft, berichtete die SIVBEG. In Oberösterreich waren es 14 um rund 13,3 Millionen Euro.

AG/red
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