„Holz“ ist ein weiter Oberbegriff, unter den die glänzend lackierte Oberfläche des Edel- Tisches ebenso fällt wie das Parkett, die Terrassenmöbel aus Teak oder die antike Kommode. Je nach verwendeter Holzart, Einsatzort und Beanspruchung treten im Lauf der Jahre unschöne Beeinträchtigungen auf: Das Parkett verkratzt, der Holz- Esstisch wird fleckig, auf der Kommode haben schlampig abgestellte Gläser ihre Spuren hinterlassen und auch unschöne Dellen beeinträchtigen so manches Wohnmöbel ganz empfindlich. Entgegenwirken kann man diesen Altersschäden einerseits durch richtige Pflege, andererseits gibt es auch eine Menge kleiner Tricks, um Holz wieder richtig zum Strahlen zu bringen.
Kiefer, Buche, Eiche, Teak und Mahagoni sind die bei uns gebräuchlichsten Hölzer, die im Wohnraum Verwendung finden. Diese Holzarten sind von unterschiedlicher Stärke und je nachdem mehr oder weniger für Schäden anfällig. So ist etwa Kiefer eine helle und besonders weiche Holzart. Rasch entstehen daher im Alltag Dellen. Ganz hart im Nehmen ist Eichenholz, was sich aber auch meist im Preis niederschlägt. Aber Vorsicht: Metallhaltiges auf Eiche kann schwarze Flecken verursachen, da Eichenholz Gerbsäure enthält (soll auch nicht mit Senf direkt in Berührung kommen).
Für die tägliche Pflege ist für alle Holzarten Staubwischen mit einem leicht angefeuchteten Tuch ausreichend. Parkettböden dürfen allerdings niemals zu nass gewischt werden! Von Zeit zu Zeit benötigt Holz eine Spezialpflege. Bei geölten Oberflächen muss regelmäßig geprüft werden, ob eine Nachölung angesagt ist. Vor allem dann, wenn das Holz trocken wirkt. Tipp: Der Wassertropfen- Test. Zieht der Tropfen sehr rasch ein, dann ist höchste Zeit zum Handeln, denn gut gepflegte, geölte Oberflächen können Wasser bis zu sechs Stunden lang abweisen! Bei gewachsten Oberflächen wird frisch gewachst, wenn die alte Wachsschicht abgetragen oder einfach schmutzig geworden ist.
Bei lackierten Oberflächen kann bei Fettspritzern oder Fingerabdrücken ein kleiner Schuss Spiritus bzw. Flüssigkeitsreiniger ins Wasser gegeben werden, im Anschluss aber unbedingt trocken nachwischen. Gegen Vergilbungen gibt es leider kein Spezialmittel, dafür aber einen Tipp aus „Omas Trickkiste“, der angeblich zu neuem Glanz verhelfen soll: Milch auf die betroffenen Stellen reiben und dann nachpolieren.
Förmlich über geht Omas Erfahrungsschatz, wenn es um die Zusammenstellung der Politur geht. Man kann es sich einfach machen und einfach ein geeignetes Mittel kaufen, man kann aber auch die Küchenlade plündern und es einmal selbst versuchen. Hier die besten „Spezial- Polituren- Rezepte“, allerdings ohne Gewähr!
Bei hellem Holz greift Oma zu einer Mischung aus vier Teilen Essig- Essenz und einem Teil Olivenöl. Dunkle Holzmöbel sollen bei einer 1:1 Mischung aus Olivenöl und Rotwein nicht nur neu erstrahlen, sondern angeblich auch besonders gut riechen. Auch Bier wird gerne zur Möbelpflege herangezogen. Insbesondere Eichenmöbel kann man mit ein wenig lauwarmen Bier sanft abreiben. Wichtig: Danach sofort mit einem sauberen Tuch nachtrocknen.
Wer es ohne Alkohol mag – man kann den Glanz der Möbel auch mit einem Brei aus Kartoffelmehl und Öl (evtl. Leinöl) auffrischen. Nachpolieren mit einem weichen Wolltuch! Tipp für Parkettböden: In das Wischwasser einfach kalten schwarzen Tee geben.