Sa, 20. Jänner 2018

Frühchen-Heimkehr

29.08.2007 21:14

Zwillinge der "vermissten Burgenländerin" daheim

24 Tage nach ihrer Geburt in Finnland: Die Zwillingsmädchen der lange Zeit verschollenen Rosemarie L. haben die erste Nacht in der Heimat verbracht. Am Donnerstag soll die Mutter ihre Kinder erstmals in den Arm nehmen. Doch die Ärzte sind besorgt: Der jüngeren Lena geht es gut, aber der Zustand von Esther ist sehr kritisch.

Dienstagabend um 21.15 Uhr war es so weit: Nach 24 Tagen in einer Spezialklinik am Polarkreis landeten die Zwillingsmädchen Esther und Lena an Bord einer Ambulanzmaschine in Wien. "Vier Stunden dauerte der Flug von Finnland nach Wien. Die Säuglinge haben den Transport im Brutkasten der fliegenden Intensivstation bestens überstanden", so ein Sanitäter.

Auch die erste Nacht in Österreich verbrachten die Frühchen gut. "Die kleine Lena ist auf dem Weg der Besserung. Wir hoffen, sie schon bald von der künstlichen Beatmung und Ernährung trennen zu können", so der Leiter der Universitätsklinik für Kinderheilkunde, Professor Arnold Pollak. Große Sorge herrscht jedoch um Schwesterchen Esther. "Ihr Zustand ist sehr kritisch", so der renommierte Arzt.

Am  Donnerstag soll es jedenfalls erstmals zu einem Wiedersehen zwischen Mutter und Kindern kommen. Die Verwandten haben sich schon mit Plüschtieren angesagt.

Aus Spital verschwunden
Die Burgenländerin war am 27. Juli aus dem Spital verschwunden. Die Polizei schlug am 29. Juli wegen einer bevorstehenden Frühgeburt und drohender Lebensgefahr Alarm. Am 4. August tauchte die Frau unerwartet in Finnland auf. Die vermutlich an psychischen Problemen leidende Frau dürfte mit dem Bus nach Finnland gelangt sein. Am 4. August brachte sie in einer Klinik in Rovaniemi zwei Mädchen, je 600 Gramm schwer, zur Welt.

Frühchen in finnischer Spezialklinik
Am 8. August wurde die Frau zurück nach Wien geflogen. Die beiden Frühchen wurden zu diesem Zeitpunkt noch in einer Spezialklinik in Finnland versorgt. Die Ärzte sprachen von einer "außergewöhnlichen Leistung", dass es die Schwangere per Zug vom Wiener Westbahnhof bis nach Rostock und mit einer Fähre weiter nach Finnland schaffte. Die Reise war "definitiv" geplant, sie wollte die Kinder in Nordfinnland zur Welt bringen.

von Gregor Brandl und Krone.at

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