Mo, 11. Dezember 2017

Peter Launsky

08.12.2017 08:08

Charmanter Ritter als Gesicht für Türkis-Blau

Das letzte Wort ist noch nicht gesprochen, aber mit einer sich jetzt abzeichnenden Personalentscheidung könnte ÖVP-Chef Sebastian Kurz und FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache ein Coup der Sonderklasse gelungen sein: Mit dem aus der altösterreichischen Familie Ritter Launsky von Tieffenthal stammenden Star-Diplomaten Peter Launsky soll erstmals ein Regierungssprecher nach internationalem Vorbild und Format installiert werden.

Launsky, vielsprachiger Jurist und derzeit Sektionschef im Außenministerium, war für Österreich jahrelang an den Botschaften in Washington, Neu-Delhi und Riad im Einsatz. Zu weltumspannender Anerkennung brachte es Launsky bei den Vereinten Nationen als Under-Secretary-General beim früheren Generalsekretär Ban Ki Moon.

Einsatz bei Salzburger "Sahara-Geiseln"
Hierzulande wurde Launsky - er feierte am 30. November seinen 60. Geburtstag - als diskreter Vermittler in Krisenfällen bekannt, etwa bei Entführungen von Österreichern im Ausland. In den meisten Fällen blieben seine Einsätze geheim. Bekannt wurde Launskys Erfolg vor neun Jahren bei seinen Bemühungen um die Freilassung der Salzburger "Sahara-Geiseln" aus der Gefangenschaft der Al-Kaida im Islamischen Maghreb in Mali.

Im Gespräch für den Job des Regierungssprechers sind auch noch eine ORF-Redakteurin sowie Heimo Lepuschitz, früher Berater der FPÖ-/BZÖ-Sozialministerin Ursula Haubner.

Wiener Charme
Als Gesicht der türkis-blauen Regierung wäre der welterfahrene und stets elegante Spitzendiplomat Peter Launsky-Tieffenthal allerdings am besten geeignet. Ganz besonders wenn es notwendig sein sollte, die Auslandspresse mit Wiener Charme einzuwickeln.

Launskys Dienstantritt als Regierungssprecher wäre dann mit der türkis-blauen Angelobung, die jetzt einmal für Montag, den 18. Dezember vorgesehen ist. Am Wochenende davor sollen die finalen Verhandlungen und Sitzungen der Parteigremien stattfinden.

Claus Pándi, Kronen Zeitung

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