Di, 21. November 2017

100 Millionen Euro

04.11.2017 12:33

Novartis: Ausbau in Schaftenau, 190 neue Jobs

Das österreichweit größte Pharmaunternehmen Novartis hat kräftig in den Standort Langkampfen-Schaftenau investiert. Um 100 Millionen Euro wurden dort eine neue Zellkulturproduktion und ein Bürogebäude gebaut. Durch diese Standorterweiterung entstehen laut Konzern in Schaftenau rund 190 neue Arbeitsplätze.

Im Tiroler Unterland wurde am Freitag groß gefeiert, die neue Produktionsanlage und das Bürohaus von Novartis in Schaftenau eröffnet. 100 Millionen Euro hat der Pharmariese in Langkampfen investiert. Ein Bekenntnis zum Standort, wie Novartis-Österreich-Präsident Ard van der Meij anlässlich der Eröffnung bekräftigte und die politischen Vertreter von Land und Bund erfreut hörten. In den nächsten Jahren wird der Mitarbeiterstand erweitert. Rund 190 zusätzliche Jobs sollen es am Ende sein. Novartis setzt stark auf Ausbildung im eigenen Haus. In den vergangenen Jahren wurden laut Konzern 1800 Fachkräfte in Kundl und Schaftenau geschult.

Spezialisierung auf biotechnologische Wirkstoffe

Der Pharmariese - zu dem auch Sandoz in Kundl gehört - hat sich auf biotechnologische Wirkstoffe spezialisiert. Die so genannten Biologika sind modifizierte Proteine, gewonnen aus Mikroorganismen oder Säugetierzellen. Die Weltgesundheitsorganisation WHO schätzt, dass bis 2020 sieben von zehn Arzneimitteln weltweit Biologika sein werden. Ein riesiger Markt, für den in Schaftenau produziert wird. "Biologika und die in Kundl produzierten Biosimilars sind die Zukunft der modernen Medizin. Novartis ist hier in Produktion und Entwicklung weltweit führend. Die Zukunft der Medizin findet hier in Österreich statt", gibt sich Ard van der Meij selbstbewusst.

In Schaftenau wird die Zellkulturproduktion verdoppelt. Die daraus entstehenden Medikamente zeigen hohe Wirksamkeit bei chronischen Erkrankungen und Krebs. Die Zahl der Nebenwirkungen ist dabei zum Teil deutlich geringer als bei chemisch hergestellten Arzneimitteln.

Claudia Thurner, Kronen Zeitung

Das könnte Sie auch interessieren
Kommentar schreiben

Liebe Leserin, lieber Leser,

die Kommentarfunktion steht Ihnen ab 6 Uhr wieder wie gewohnt zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen
das krone.at-Team

Kommentare
324

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Für den Newsletter anmelden