Sa, 18. November 2017

Forderungskatalog

03.11.2017 17:00

Tierschützer: „So muss die neue Regierung handeln“

Das neue Tierschutzgesetz hat einige Schwachstellen - dieser Vorwurf kommt von vielen österreichischen Tierfreunden! Vier Einrichtungen haben sich vor der geplanten Überarbeitung  zusammengetan und erheben deutliche Forderungen an die neue Bundesregierung. Damit Österreich wieder Vorreiter im Tierschutz wird.

Die Wiener Tierschutzombudsstelle, Vier Pfoten, VGT und der Verband pro-tier haben gemeinsam den Forderungskatalog an die neue Regierung gestellt. Darin sind exakt auch jene Punkte, bei denen es jetzt extrem hakt. Die wichtigsten: Hunde und Katzen sollen endlich nicht mehr in Zoofachgeschäften verkauft werden dürfen - wie die Babys da sitzen, isoliert hinter Glasscheiben, das ist auch für viele Laien ein Horror!

"Nicht mehr zeitgemäße Tierquälerei"
Oder: Qualzüchtungen müssen endlich konsequent verboten werden, so auch die permanente Anbindehaltung bei Kühen. "Das ist auch unser massives Anliegen, denn diese Haltungsform ist nicht mehr zeitgemäß und schlichtweg Tierquälerei", untermauert "Krone"-Tierexpertin Maggie Entenfellner. Keine Ferkelkastration ohne Betäubung - und auch die Katzenkastration müsse endlich sinnvoll und verpflichtend vorgeschrieben werden! Die Problematik mit ausgesetzten Tieren und Überpopulation schildern Tierschützer als so massiv wie noch nie.

"Österreich soll wieder Vorreiter werden!"
Weitere Forderungen: Verpflichtende Kennzeichnung über die Herkunft der Lebensmittel sowie kein Steuergeld für Billigfleisch etc. in öffentlichen Einrichtungen. Die Wiener Tierschutzombudsfrau Eva Persy sagt: "Österreich sollte endlich wieder zum Vorreiter beim Tierschutz werden!" Mit dem aktuellen Gesetz ist es, da sind sich viele einig, in diversen Punkten sicher nicht.

Christa und Eva Blümel, Kronen Zeitung

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