Fr, 24. November 2017

Bis zu 150 km/h

27.10.2017 12:36

Orkanartige Böen fegen am Sonntag über das Land

Am Wochenende werden in weiten Teilen Österreichs massive Sturmereignisse erwartet. Besonders am Sonntag sind in vielen Regionen Windspitzen um die 110 km/h möglich, auf den Bergen drohen sogar orkanartige Böen von knapp 150 km/h. Der Schwerpunkt des Sturms wird im Norden und Osten liegen.

Derzeit zieht eine Kaltfront über Österreich, danach folgt eine kühle, windige und teils sogar stürmische Wetterphase. Laut Kathrin Gätzfried, Meteorologin der Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik (ZAMG), kann der Wind noch am Freitag kräftig auffrischen. Richtig stürmisch soll es allerdings am Wochenende werden.

UBIMET rechnet mit 25.000 Schadensfällen
Der Samstag beginnt noch relativ ruhig. Diese Zeit sollte laut Götzfried genutzt werden, um Außenbereiche wie Balkon, Garten und Terrasse sturmfest zu machen. Am Nachmittag wird der Wind allmählich stärker und in der Nacht sowie am Sonntag sind in vielen Regionen Österreichs schwere Sturmböen zu erwarten. Laut einer Schadensprognose des Wetterdienstes UBIMET soll es dadurch allein in Österreich zu mindestens 25.000 versicherten Schäden kommen.

Lebensgefährliche Verhältnisse
"Vor allem im Gebiet von Salzburg über Oberösterreich, Niederösterreich und Wien bis ins Burgenland sind verbreitet Böen um 110 km/h möglich, in exponierten Lagen auch etwas mehr. Auf den Bergen rechnen wir mit Böen zumindest um 150 km/h, mit Schwerpunkt im Gebiet vom Hochkönig über den Dachstein bis zu Rax und Schneeberg", informierte die ZAMG-Expertin. Laut Unwetterzentrale drohen hier durch Schneefall und schlechte Sicht blizzardähnliche Bedingungen und sogar lebensgefährliche Verhältnisse.

"Wer nicht raus muss, sollte daheim bleiben"
Bei Sturmböen dieser Stärke können selbst große Äste abbrechen oder ganze Bäume umstürzen. "Wer nicht unbedingt raus muss, sollte am Sonntag daheim bleiben, besonders am Vormittag", so Gätzfried. Am Sonntagnachmittag sollte aus derzeitiger Sicht "das Gröbste überstanden" sein.

Nicht ganz so heftig dürfte der Sturm in der südlichen Steiermark, in Kärnten, in Tirol und in Vorarlberg ausfallen. Hier liegen die Windspitzen in den Niederungen am Wochenende meist um 80 km/h. Auf den Bergen sind Böen über 100 km/h möglich.

Sturmwarnung auch in Nachbarländern
Auch in mehreren Nachbarländern wird das Wochenende zeitweise stürmisch verlaufen. In Deutschland, Tschechien und der Slowakei haben die Wetterdienste ebenfalls Sturmwarnungen ausgegeben. Aber auch weiter im Norden - wie in Polen, Dänemark, Schweden und Norwegen - sind Sturmböen möglich.

 krone.at
Redaktion
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