Mo, 19. Februar 2018

Kampf gegen Behörden

18.10.2017 16:52

Schimmel in Wohnung: Achtfache Mutter ist am Ende

Sabine Tremetsberger ist verzweifelt. Sie wohnt mit ihren Kindern in einer Gemeindebauwohnung in Wien-Simmering, die verschimmelt. "Schuld sind wir Mieter selber", hört die achtfache Mutter von offizieller Stelle seit Jahren. Die 47-Jährige will jetzt die Behörde verklagen - Wohnbaustadtrat Michael Ludwig (SPÖ) lenkte aber ein.

Die Wände sind schwarz, es riecht nach vermodertem Holz, es ist kalt. Sabine Tremetsberger ist am Ende ihrer Kräfte. Seit fünf Jahren lebt die achtfache Mama (eines ihrer Kinder starb mit sechseinhalb Monaten an plötzlichem Kindstod) in der Gemeindewohnung in Wien-Simmering. "Und es ist die Hölle", sagt die 47-Jährige im "Krone"-Gespräch. Denn: "Alle Wände sind voller Schimmel!"




43 Anrainer unterschrieben Petition
Fünfmal habe sie die Wohnung bereits ausgemalt - "genutzt hat es nichts". Das Problem liegt in der Bausubstanz des Hauses, davon ist Tremetsberger überzeugt. 43 Anrainer geben ihr recht, auch sie beschweren sich über den Schimmelbefall und haben eine Petition im Kampf gegen die zuständige Behörde, die laut Tremetsberger "die Augen verschließt", unterschrieben.

"Meine Kinder sind krank"
"Meine Kinder sind krank. Einer meiner Söhne hat Asthma, der andere wird nie wieder riechen können wegen des Schimmels. Die müssen was machen. Wir brauchen eine neue Wohnung."

Die Wienerin wird gegen die Stadt vor Gericht ziehen: Sie fordert Schmerzensgeld und Schadenersatz. Nach Anfrage will sich nun Wohnbaustadtrat Ludwig der Sache annehmen.

Sandra Ramsauer und Mark Perry, Kronen Zeitung

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