Fr, 15. Dezember 2017

"Tatrekonstruktion"

16.10.2017 16:53

Wachsoldat (20) starb: Familie fordert Aufklärung

Nach der Tragödie in einer Wiener Kaserne in der Vorwoche ist die Obduktion zwar abgeschlossen, der Leichnam des getöteten Soldaten von der Staatsanwaltschaft aber noch nicht freigegeben worden. Ein Mitgrund: Der Anwalt des Schützen lehnte einen Gutachter ab. Die Familie des getöteten Grundwehrdieners übt sich aber in Geduld und fordert nach wie vor eine lückenlose Aufklärung.

Ismail M. soll in der Türkei seine letzte Ruhe finden, die Überstellung verzögert sich allerdings weiter: Der Verteidiger des 22-jährigen Schützen lehnte den namhaften Waffenexperten Ingo Wieser als Gutachter ab, der Ersatzgutachter muss den Leichnam eventuell noch begutachten.

Schütze hat Gedächtnislücken
Wie ausführlich berichtet, wurde der 20-Jährige in der Vorwoche von seinem Kameraden mit einem Sturmgewehr in den Kopf geschossen und tödlich verletzt. Der 22-jährige Schütze spricht von einem Unfall und hat Gedächtnislücken, Ismails Familie hegt schwere Zweifel an dieser Version. Ali U. sitzt weiter in U-Haft.

Jetzt soll der Todesschuss bei einer sogenannten Tatrekonstruktion nachgestellt werden. Der Rechtsbeistand von Familie M. hat bereits einen entsprechenden Antrag eingebracht.

Oliver Papacek, Kronen Zeitung

Das könnte Sie auch interessieren
Kommentar schreiben

Liebe Leserin, lieber Leser,

die Kommentarfunktion steht Ihnen ab 6 Uhr wieder wie gewohnt zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen
das krone.at-Team

Kommentare
324

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Für den Newsletter anmelden