Bisher positive Bilanz

Bald legt sich der erste Hype um die Koralmbahn

Steiermark
19.01.2026 06:00

Nach dem ersten Monat fällt die Bilanz zur neuen Koralmbahn positiv aus – sowohl von den ÖBB als auch von Fahrgastvertretern. (Leise) Kritik gibt es an mangelnden Anschlüssen und fehlenden Ticketlösungen. Näher zusammen rücken jedenfalls die Tunnelgemeinden Groß St. Florian und St. Paul im Lavanttal.

Die ÖBB bleiben auch nach mehr als einem Monat dabei: „Die Koralmbahn ist vom Start weg ein voller Erfolg.“ Die neue Hochgeschwindigkeitsstrecke zwischen Graz und Klagenfurt wurde, wie berichtet, in den ersten beiden Wochen von 160.000 Fahrgästen genutzt. „Wir beobachten die Entwicklungen weiterhin sehr genau. Die ganze Tragweite wird sich erst in den nächsten Monaten zeigen, wenn sich der erste Hype gelegt hat“, wollen die ÖBB vorerst keine weiteren Passagierzahlen bekannt geben.

Fahrgastvertreter: „Weitgehend planmäßig“
Positiv fällt auf „Steirerkrone“-Anfrage ein erstes Resümee des Vereins Fahrgast an, er spricht von einer Erfolgsgeschichte. „Nach unseren Beobachtungen läuft der Betrieb der Koralmbahn weitgehend planmäßig.“ Fallweise würden aber die Railjet-Express-Züge, die ab Villach weiter nach Italien fahren, an ihre Kapazitätsgrenzen stoßen.

Verbesserungspotenzial sieht man auch bei der Verknüpfung mit anderen Verkehrsmitteln: So wäre eine Verlängerung der Buslinien 760 und 761 (Graz-Stainz- Deutschlandsberg) bis zum Bahnhof Weststeiermark sinnvoll. Und wer nach Mitternacht am Grazer Hauptbahnhof ankomme, könne zwar noch den Bus zur Uni und die Straßenbahn bis ins Zentrum nehmen, „für Fahrten in Außenbezirke ist man aufs Taxi angewiesen“.

Kein gemeinsames Klimaticket
Weiter Wunschdenken bleibt ein gemeinsames Klimaticket für Steiermark und Kärnten. Laut der Kärntnerin Valentina Simschitz, die in Graz studiert, haben alle Hochschülerschaften der beiden Bundesländer sich für eine Petition zusammengetan. Im Februar ist ein Termin im Infrastrukturministerium geplant. Die Finanzierung bleibt aber der Knackpunkt. 

Gemeinden kooperieren
Es geht nicht nur um Apfelsaft und Kernöl

Der neue Koralmtunnel eröffnet ganz neue Möglichkeiten an beiden Enden der ÖBB-Röhre. Und so lud Johann Posch, Bürgermeister der weststeirischen Koralmbahnhofgemeinde Groß St. Florian, zu seinem Neujahrsempfang erstmals Stefan Salzmann, den Kollegen und neuen Nachbarn von der Lavanttaler Koralmbahnhofgemeinde St. Paul ein. „Gemeinsam können wir einiges heben“, sind sich die beiden dabei einig.

Bürgermeister Posch (links) und Salzmann sind neue Nachbarn.
Bürgermeister Posch (links) und Salzmann sind neue Nachbarn.(Bild: Christian Freydl/Studio4)

Der schwarze Steirer und der rote Kärntner wollen in vielen Bereichen eng kooperieren, trennt sie doch seit Kurzem nur noch eine viertelstündige Bahnfahrt. Gemeinsam sieht man sich nun „mitten in Europa angekommen“, kooperieren will man in wirtschaftlichen Fragen, bei Kultur und Bildung. Jedenfalls möchte man weit mehr austauschen als weststeirisches Kernöl und Lavanttaler Apfelsaft, versichern Posch und Salzmann. 

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