Sa, 16. Dezember 2017

Parteien einig

12.10.2017 17:31

"Tiere sind keine Objekte, sondern Lebewesen"

Auch Tierschutz ist für viele Wähler eine Entscheidungsgrundlage: Die "Krone" fragte bei den Parteien nach, wo sie beim Schutz der Tiere großen Handlungsbedarf sehen. Die ÖVP blieb Antworten schuldig.

In der Aufklärung der Bevölkerung sieht Dietmar Keck (SPÖ) Handlungsbedarf. "Es bringen die fortschrittlichsten Regelungen nichts, wenn man sich nicht daran hält und die Tiere trotz allem misshandelt oder sie nicht artgemäß gehalten werden." Auch würde zu wenig geprüft und zu selten Strafen ausgesprochen.

FPÖ für Verbot von Tierversuchen
Ähnlich Josef Riemer, FPÖ. Auch er ist für schärfere Auflagen und mehr Überprüfungen von Massentierhaltung. "Wir sind auch für ein Verbot des betäubungslosen Schlachtens von Tieren, auch wenn dies religiös begründet wird. Zudem gehören Tiere als Lebewesen definiert und nicht als Sache." Die FPÖ ist auch für ein Verbot von Tierversuchen in der Industrie.

Grüne enttäuscht
Enttäuscht äußert sich Christiane Brunner von den Grünen. Der Grund: In der vergangenen Legislaturperiode ging zu wenig weiter. "Tiertransporte, Ferkelkastration, Nutztierhaltung, Qualzuchten, Impulskäufe von Tieren im Zoofachhandel - all das und viel mehr wollten wir schon ändern."

Respekt vor Lebewesen
Aus Sicht der NEOS muss beim Tierschutz immer der Respekt vor allen Lebewesen im Mittelpunkt stehen. Clemens Gaiger: "Und zwar unabhängig von Ideologien." Auch im Bereich der privaten Weitergabe von Tieren sehen die NEOS ein großes Problem: "Wir sind hier dran, damit das Gesetz noch verbessert wird, und glauben, das in naher Zukunft zu schaffen."

"Tierleid verringern und Tierqualen unmöglich machen"
Tiere sind Lebewesen und keine Objekte. Das betont auch Sebastian Bohrn Mena von der Liste Pilz: "Von der Massentierhaltung über Tiertransporte bis zum Welpenhandel sind wir mit vielen Missständen konfrontiert, die unser entschiedenes Handeln benötigen. Ziel ist und muss es sein, sicherzustellen, dass Tierleid verringert und dass Tierqualen unmöglich werden."

Kronen Zeitung

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