Mo, 18. Dezember 2017

Kosten explodieren

03.10.2017 08:27

Wiens Skandal-Spital bereits 1,5 Mrd. Euro teuer!

Nächste Hiobsbotschaft rund um das Wiener Skandal-Krankenhaus Nord: Laut einem aktuellen Bericht des Rechnungshofes werden die Kosten für das Spital statt der ursprünglich veranschlagten 835 Millionen Euro satte 1,5 Milliarden betragen. Und: Der zuständige Direktor des Wiener Krankenanstaltenverbunds (KAV), Thomas Balazs, muss seinen Hut nehmen.

In dem vertraulichen Rechnungshof-Rohbericht zum Krankenhaus Nord heißt es laut "Presse"-Informationen, dass das Spital nach der beispiellosen Pannenserie nunmehr 1,5 Milliarden Euro kosten wird. Das seien mehr als 400 Millionen Euro mehr als der von der zuständigen SPÖ-Gesundheitsstadträtin Sandra Frauenberger angenommene Betrag. Im Büro von Frauenberger habe es auf Nachfrage geheißen, man kenne den Rechnungshofbericht nicht und gehe von 1,289 Milliarden aus, wovon man 200 Millionen Euro als Regress zurückholen wolle.

Planungsfehler, Firmenkonkurs etc.
KAV-Direktor Balazs hatte noch im Februar betont, dass man kostenmäßig stabil unterwegs sei. Das Krankenhaus Nord werde mit rund 1,1 Milliarden Euro zu Buche schlagen, so Balazs damals. Ursprünglich wollte man deutlich unter einer Milliarde bleiben, doch nach Planungsfehlern und einem Konkurs der Fassadenfirma verzögerte und verteuerte sich der Spitalsbau massiv.

Vertrag mit Balazs wird nicht verlängert
Wie unterdessen ein Sprecher von Frauenberger am Montag mitteilte, werde der Vertrag mit Balazs nicht verlängert. Balazs war Stellvertreter des ehemaligen KAV-Chefs Udo Janßen gewesen und nach dessen Abgang im März 2017 an die Konzernspitze aufgerückt. Der Fünfjahresvertrag des Managers läuft Ende März 2018 aus. Offizielle Begründung aus dem Rathaus für Balazs' Abgang: Da der KAV eine neue Struktur erhält und die Leitung neu ausgeschrieben wird, sei der Vertrag nicht verlängert worden. Es handle sich um keine Vertrauensfrage, wurde versichert ...

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