Fr, 25. Mai 2018

Steirische Lösung

21.08.2017 17:00

Friede im Mountainbike-Streit ist nah

Immer mehr Mountainbiker sind in den heimischen Wäldern unterwegs - das sorgt für Konflikte mit Grundbesitzern, die sich zuletzt in einigen Fällen zuspitzten. Auf Initiative des Landes kamen alle Gruppen an einen Tisch und erarbeiteten ein Modell. Den Praxistest muss es noch bestehen.

Wir hatten vor 30 Jahren ähnliche Diskussionen über das Sportklettern und vor 20 Jahren über Skitouren", sagt Alpenvereinsvorsitzender Norbert Hafner. Wie in diesen beiden Fällen soll jetzt beim Thema Mountainbiken ein gutes Einvernehmen gelingen.

Etwa 5500 Kilometer Forstwege sind in der Steiermark für Biker freigegeben. Zu wenig, wie viele finden. "An starken Tagen erreicht man etwa am Schöckl die Kapazitätsgrenzen", erzählt Experte und Rennorganisator Jürgen Pail. Neben dem Raum Graz hat die Region Schladming-Dachstein derzeit das größte Angebot; letztere auch getrieben durch die starke Seilbahnkonkurrenz aus Salzburg und Tirol, die viel Geld in diesen Bereich investiert.

Problematisch ist vor allem der Bogen von Kapfenberg über Leoben bis Knittelfeld. Hier gibt es die meisten Konflikte, in einem Fall straften heuer sogar Securitys einen Radfahrer.

Zündstoff soll entschärft werden
Viel Zündstoff also, den Agarlandesrat Hans Seitinger zu entschärfen versuchte, als er 2016 eine Arbeitsgruppe ins Leben rief. Am Tisch saßen neben seinen Landesregierungskollegen Anton Lang (Sport) und Barbara Eibinger-Miedl (Tourismus) auch Forstwirte, die alpinen Vereine, Sportler, Jäger und Touristiker.

Am Montag wurde dann ein steirisches "Mountainbike-Modell" vorgestellt - gemeinsam. Alleine dieser Umstand wurde mehrmals als "Meilenstein" bezeichnet. Inhaltlich steht noch einige Arbeit bevor. Bis Oktober soll Pail einen Leitfaden ausformulieren. Der Experte steht den Regionen künftig auch als Ansprechpartner zur Verfügung und soll neue Konzepte und Vereinbarungen anstoßen; ein Mustervertrag liegt vor. Zudem sind eine Anpassung der Versicherungsmodelle und eine einheitliche Wege-Kennzeichnung vorgesehen.

Das touristische Ziel ist klar: mehr Mountainbike-Strecken. Eine generelle Öffnung der Forststraßen, wie von einigen Gruppen (etwa Upmove) gefordert, gibt es aber nicht.

Jakob Traby, Kronen Zeitung

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