Di, 12. Dezember 2017

Rumäne wurde verlegt

09.06.2017 21:41

Luciles Mörder in U-Haft von Häftlingen verletzt

Ein rumänischer Fernfahrer soll - wie berichtet - die 20-jährige Lucile K. im Tiroler Kufstein und die 27-jährige Carolin G. im deutschen Endingen ermordet haben und sitzt seit Anfang Juni in Deutschland in U-Haft. Inzwischen allerdings bereits in einem zweiten Gefängnis, denn in der ersten Unterbringung wurde der 40-Jährige von Mithäftlingen attackiert und verletzt.

"Nach derzeitigem Kenntnisstand ist der Gefangene am 7. Juni 2017 während der allgemeinen Aufschlusszeit in der Untersuchungsabteilung von Mitgefangenen angegriffen und im Gesicht verletzt worden", bestätigte ein Sprecher des baden-württembergischen Justizministeriums in Stuttgart den Zwischenfall.

Der 40-Jährige, ein Fernfahrer, der dringend verdächtigt wird, die beiden brutalen Morde verübt zu haben und der nach langer Suche vor Kurzem endlich gefasst werden konnte, sei in einem Krankenhaus in Freiburg behandelt und nach seiner Entlassung in ein anderes Gefängnis verlegt worden.

Die Staatsanwaltschaft habe gegen die mutmaßlichen Angreifer ein Ermittlungsverfahren wegen gefährlicher Körperverletzung eingeleitet. Das Ministerium habe zudem bereits zu Haftbeginn am 3. Juni auf das Risiko einer Fremdgefährdung hingewiesen. "Derzeit wird intensiv untersucht, wie es dennoch zu dem beschriebenen Zwischenfall kommen konnte", sagte der Sprecher.

Junge Französin am Innufer ermordet
Die Leiche der Französin Lucile K. (20), die aus der Gegend von Lyon stammte und im Rahmen eines Auslandssemesters in Tirol studiert hatte, war am 12. Jänner 2014 von Polizisten am Ufer des Inns entdeckt worden. Freunde und Studienkollegen hatten die junge Frau als vermisst gemeldet. Todesursache waren laut Obduktion heftige Schläge auf den Kopf. Taucher fanden schließlich die Tatwaffe im Inn, eine Eisenstange.

Die 27-jährige Deutsche Carolin G. wurde am 10. November 2016, vier Tage nach ihrem Verschwinden, tot in einem Waldstück nahe ihrem Wohnort entdeckt. Die Frau war vergewaltigt und ebenfalls mit massiver Gewalteinwirkung erschlagen worden. Auch Lucile war sexuell missbraucht worden. Der Übergriff bei ihr war laut den Ermittlern aber "leicht" gewesen, die 27-jährige Deutsche war demnach schwer missbraucht worden.

Die Ermittler hatten an beiden Opfern DNA-Spuren derselben Person gefunden. Beide sichergestellten Spuren waren jedoch von schlechter Qualität und mussten hochgerechnet werden. Die Veröffentlichung eines Phantombildes ergab zunächst keine wichtigen Hinweise - doch die kriminalistische Kleinarbeit führte schließlich zu dem nun in U-Haft sitzenden Verdächtigen.

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