Di, 21. November 2017

Schnee, Wind, Frost

20.04.2017 21:49

Wetterchaos in der ganzen Steiermark

Sturm und Kälte im Süden, Schneechaos im Norden - die Einsatzkräfte waren in der ganzen Steiermark gefordert! Eineinhalb Meter Schnee hat es etwa in Mariazell geschneit, jetzt herrscht höchste Lawinengefahr. Und auch die heimischen Bauern zittern um ihre Ernte! Sie kämpfen mit Feuer und Folien gegen Frostschäden.

Eineinhalb Meter Schnee in Mariazell waren nur die Spitze des Eisbergs. Feuerwehr und Rettung müssen dort derzeit gemeinsam ausrücken, weil viele Häuser nur unter großem Aufwand zugänglich sind. Generell herrschte in den nördlichen Teilen des Landes Schneechaos: So musste etwa das Rote Kreuz am Mittwoch um 23.30 Uhr auf die Südautobahn zum Wechselabschnitt ausrücken - nach einem Unfall kam der Verkehr zum Erliegen. Die Menschen harrten in den Fahrzeugen aus, wurden von den Helfern mit Tee und Decken versorgt, ehe es um 2.30 Uhr weiterging.

Aber auch der Sturm forderte den Einsatzkräften einiges ab: In Graz etwa stand die Berufsfeuerwehr am Mittwoch pausenlos im Einsatz, Bäume und Plakatwände stürzten auf Straßen.

Die Bauern zittern
Schlaflose Nächte haben auch die heimischen Bauern: "Der viele Wind und die Wolken haben uns in der Nacht auf Donnerstag noch vor dem Frost gerettet", erklärt Rupert Gsöls, Sprecher der steirischen Obstbauern. Doch die Nacht auf Freitag ist meist windstill und klar - und damit für die Bauern besonders heikel.

Einige kämpften mit Frostschutzberegnung und Rauchfeuern gegen die Kälte an, andere haben noch den Rasen gemäht, weil die Erde so besser Wärme abstrahlen kann. Bei Steinobst wurden Paraffinkerzen in die Bäume gehängt - vielerorts waren die Kerzen ausverkauft.

Auf Schloss Gamlitz hatten am Donnerstag noch 50 Freiwillige geholfen, Noppenfolien um die frischen Weintriebe zu wickeln: "Ich bin den Helfern dankbar. Ob es hilft, werden wir erst herausfinden", sagt Weinbauer Arnold Melcher.

Höchste Lawinengefahr
Wegen Lawinengefahr waren am Donnerstag 80 Menschen in Hinterwildalpen von der Außenwelt abgeschnitten. ZAMG-Meteorologen waren sogar mit Hubschraubern unterwegs, um die Lage einzuschätzen. Gestern herrschte die höchste Warnstufe fünf! "Vor Skitouren rate ich ab!", warnt Alexander Podesser. Erst am Sonntag steigen die Temperaturen.

Monika Krisper und Christoph Hartner, Kronen Zeitung

Das könnte Sie auch interessieren
Kommentar schreiben

Liebe Leserin, lieber Leser,

die Kommentarfunktion steht Ihnen ab 6 Uhr wieder wie gewohnt zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen
das krone.at-Team

Kommentare
324

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Für den Newsletter anmelden