So, 21. Jänner 2018

2 Attacken in Wien

30.03.2017 11:14

Parksheriffs von Autofahrern verletzt

Gleich zwei Wiener Parksheriffs - eine Frau und ein Mann - sind am Mittwoch innerhalb von nur knapp einer Stunde von Verkehrssündern brutal attackiert und teils schwer verletzt worden. Zum ersten Vorfall kam es im Bezirk Ottakring, wo ein 25-Jähriger eine junge Frau an der Hand verletzte. In Favoriten schlug ein 26-Jähriger einem Mitarbeiter der Parkraumüberwachung mit der Faust ins Gesicht und soll auch einen Zeugen bedroht haben.

Gegen 13 Uhr attackierte der 25-Jährige - er hatte sein Auto falsch geparkt - in Ottakring die 24 Jahre alte Kontrolleurin. Dabei schlug der aufgebrachte Verdächtige ohne Vorwarnung derart heftig gegen das Kontrollgerät der jungen Frau, dass diese Verletzungen an der Hand erlitt. Der Parksünder wurde angezeigt.

Fehlender Parkschein führte zu Streit
Nur knapp eine Stunde später kam es zum nächsten Übergriff, diesmal in der Columbusgasse im Bezirk Favoriten. Hier hatte ein ebenfalls weiblicher Parksheriff gerade mit dem Ausstellen eines Organmandats wegen eines fehlenden Parkscheins begonnen, als der 26-jährige Lenker des Fahrzeugs hinzukam und ein Streit zwischen den beiden entbrannte.

Ein 59 Jahre alter Kollege der Frau kam der 24-Jährigen zu Hilfe, woraufhin der Parksünder sein Handy zückte und zu filmen begann. Als der Kontrolleur daraufhin seine Hand vor sein Gesicht hielt, schlug der Jüngere ihm mit der Faust ins Gesicht. Das Opfer erlitt eine Rissquetschwunde an der Wange und eine Prellung des Kinns.

Tobender 26-Jähriger vorläufig festgenommen
Ein Passant hatte die brutalen Szenen beobachtet, eilte herbei und hielt gemeinsam mit den beiden Kontrolleuren den wütenden Verdächtigen bis zum Eintreffen der Polizei fest. Dabei soll der 26-Jährige den 38-jährigen Zeugen bedroht haben, heißt es seitens der Exekutive. Der Tobende wurde daraufhin vorläufig festgenommen und wegen Widerstands gegen die Staatsgewalt, schwerer Körperverletzung und gefährlicher Drohung angezeigt.

Gegenüber den Beamten gab er später an, dass er nicht gewollt habe, dass es so weit kommt, und sah seinen Fehler ein. Die Bedrohung des Zeugen bestritt er jedoch, so Polizeisprecherin Michaela Rossmann.

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