Sa, 25. November 2017

„Vier Pfoten“-Aktion

29.03.2017 09:54

Rettung der Zootiere in Mossul an Grenze gestoppt

Die "Vier Pfoten"-Mission zur Rettung der wenigen überlebenden Tiere im Motazah Al-Morour Zoo in Mossul, Irak, droht zu scheitern, nachdem das Nothilfe-Team mit den Tieren am Dienstag Nachmittag an einem der Check Points angehalten und an der Ausreise gehindert wurde.

Nachdem die Tierschützer gestern Mittag im Zoo von Mossul ankamen, gelang es ihnen, Bärin Lula und Löwe Simba zu narkotisieren, sie in Transportboxen zu legen und Richtung Grenze aufzubrechen. Doch leider kam die Mission zu einem abrupten Ende, als dem Team am Check Point mitgeteilt wurde, dass es Mossul mit den beiden geretteten Tieren nicht verlassen dürfe.

Team an der Grenze festgehalten
"Vier Pfoten"-Tierarzt und Leiter der Mission Dr. Amir Khalil: "Trotz der zugesagten Unterstützung des Militärs wurden wir an der Grenze festgehalten. 'Lula' und 'Simba' waren nur 200 Meter entfernt von einem Leben in Sicherheit." Das irakische Militär brachte daraufhin die Tiere wieder zurück in den Zoo, während das "Vier Pfoten"-Team Mossul verlassen musste.

Horror-Zoo bis ans Lebensende?
Dr. Khalil ist derzeit in Verhandlungen mit Regierungsvertretern in der Hoffnung, für die Tiere doch noch eine sichere Ausreise aus Mossul arrangieren zu können. Sollten die Verhandlungen scheitern, müssen "Lulu" und "Simba" den Rest ihres Lebens unter elenden Umständen in den Käfigen des Zoos von Mossul verbringen.

Beide Tiere in schlechtem Zustand
Der Zoo befindet sich seit Monaten in einem katastrophalem Zustand, viele Tiere sind verhungert. "Lula" und "Simba" überlebten mit knapper Not, doch auch sie sind stark abgemagert und leiden durch die Mangelernährung und die fehlende medizinische Versorgung an zahlreichen Krankheiten. Die Bärin hat eine Lungenentzündung, der Löwe starke Gelenkprobleme. Beide Tiere haben zudem extrem schlechte Zähne. Die Käfige waren mit Schutt und Trümmern vermüllt.

"Vier Pfoten" ersuchen um Unterstützung
Dr. Khalil: "'Lula' und 'Simba' haben keine Überlebenschance, wenn wir es nicht schaffen, sie aus dem Zoo herauszuholen und in Sicherheit bringen." Die "Vier Pfoten" haben eine Spendenseite eingerichtet, über die Tierfreunde weltweit helfen können, die Tiere vor einem grauenvollen Ende zu bewahren.

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Redaktion
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