So, 22. April 2018

Opfer sind Deutsche

17.03.2017 20:47

Lawine riss wieder zwei Skifahrer in den Tod

Erneutes Lawinendrama in Tirol! Nur zwei Tage nachdem vier Tourengeher aus der Schweiz von gewaltigen Schneemassen mitgerissen worden waren und starben, schlug der Weiße Tod, diesmal in St. Anton, wieder erbarmungslos zu: Zwei Skifahrer lösten im freien Skiraum ein Schneebrett aus - jede Hilfe kam zu spät.

Wieder Alarm für die Rettungskräfte in Tirol: Im Skigebiet Rendl lösten Freitag Mittag fünf Skifahrer ein Schneebrett aus. Zwei Personen wurden komplett verschüttet, ein Sportler nur zum Teil. Während dieser sofort befreit wurde, konnten seine Kollegen, obwohl die Retter aus St. Anton und den umliegenden Orten rasch zur Stelle waren, nur mehr tot geborgen werden. Bei den Opfern handelt es sich um zwei Deutsche.

Das Unglück ereignete sich auf einem extrem steilen, nordseitig gerichteten Lawinendamm, der Teile der Ortschaft vor den Naturgewalten schützen soll. "Beim Befahren des mehr als 40 Grad steilen Damms löste sich ein Schneebrett, das die Skifahrer verschüttete", berichtete Lawinenexperte Patrick Nairz. "Das Abbrechen der Platte dürfte auf die bodennahe Schwachschicht zurückzuführen sein, die heuer für extrem gefährliche Verhältnisse sorgt."

Am Wochenende erneut erhöhte Lawinengefahr

Für dieses Wochenende sind erneut starke Schneefälle mit Sturm und Triebschneebildung vorhergesagt. "Durch den ungünstigen Schneedeckenaufbau bedeutet dies abermals erhöhte Vorsicht im ungesicherten Gelände", wissen Experten.

Opfer kannten sich aus dem Männerturnverein

Vier Todesopfer forderte wie berichtet die Monsterlawine im Schmirntal. Bis zu 12 Meter tief wurden die Skitourengeher begraben. In den Schweizer Heimatdörfern der Lawinenopfer sind Trauer und Schock groß. Die Mitglieder der achtköpfigen Skitourengruppe kannten sich aus dem Männerturnverein. Doch nur die Hälfte kehrte lebend zurück.

Philipp Neuner und Samuel Thurner, Kronen Zeitung

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