Sa, 16. Dezember 2017

"Bin unschuldig!"

13.03.2017 08:17

Chihuahua-"Züchterin" wegen Tierquälerei angeklagt

Seit etwa 30 Jahren züchtet sie Hunde, sagt die Burgenländerin mit ungarischen Wurzeln. Unzufriedene Kunden und Beschwerden soll es auch schon seit Jahren geben. Der Zwinger zugekotet, Welpen krank, der Impfpass unrichtig. Und jetzt im Eisenstädter Gericht sagt sie trotzdem: "Kann bei mir normal nicht sein!"

Die Vorwürfe sind schwerer Betrug und Tierquälerei: Sie (65) grinst trotzdem süffisant. Von 2014 bis 2016 soll sie laut Anklage fünf Chihuahua-Welpen verkauft haben, die jünger als angegeben, krank und nicht ausreichend geimpft gewesen sein sollen. Ein Tier musste eingeschläfert werden. Auch soll sie Impfdaten selbst überstempelt haben. So liegt in einem Pass das Impfdatum vor dem Geburtstag. Das hatte sie zuerst zugegeben, jetzt erinnert sie sich nicht daran.

Tierarzt: "Diese Ausreden kenne ich!"
"Ich bin nicht schuldig", sagt sie. Sie habe etwa 30 Welpen von vier bis sechs Hündinnen, die sie nach sechs, sieben Jahren auswechselt: Die alten "geb ich dann den Tierschützern". Eine Käuferin sah zugekotete, dreckige Zwinger: "Das war in der Früh, da war noch nicht geputzt", meint sie dazu. "Diese Ausreden kenne ich", sagt ein Tierarzt, "da war drei, vier Tage nicht geputzt." Er berichtet auch, dass die Tiere in einer unisolierten Holzkonstruktion ohne Heizung lebten.

Haltung tierquälerisch?
Er sieht hier nicht nur keine artgerechte, sondern sogar eine "gequälte Haltung", und zwar aufgrund jahrelanger Beschwerden sowie dem Umstand, dass sich an den Bedingungen nichts ändere: "Und sich da noch als Hundezüchterin zu brüsten!" Vertagt.

Silvia Schober, Kronen Zeitung

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