Sa, 18. November 2017

Polizei widerspricht

30.12.2016 15:20

Berlin: Pakistaner „definitiv nicht misshandelt“

Das erste Interview des Pakistaners Navid B. nach seiner Festnahme infolge des blutigen Anschlags in Berlin hat für großen Wirbel gesorgt. Gegenüber der britischen "Guardian" behauptete B., er sei in Polizeigewahrsam misshandelt worden. Dem widerspricht nun die Berliner Polizei. "Das hat nicht den Hauch von Substanz", sagte Sprecher Winfried Wenzel am Freitag der Deutschen Presse-Agentur. "Der Mann ist definitiv von keinem Mitarbeiter misshandelt worden."

Der Sprecher betonte, die Polizei habe einen "sehr guten, wechselseitigen Kontakt" zu dem Mann. In einem Gespräch mit der Polizei habe dieser am Freitag selbst betont, dass er weder geschlagen, misshandelt oder verletzt worden sei.

Der Pakistaner war kurz nach dem Anschlag am 19. Dezember auf den Weihnachtsmarkt an der Gedächtniskirche festgenommen worden. Die "Guardian", die nach eigenen Angaben mit dem 24-Jährigen gesprochen hatte, berichtete über angebliche Schläge. Der Pakistaner kam schnell wieder frei, weil er der falsche Verdächtige war. Der mutmaßliche Attentäter Anis Amri wurde später in Italien erschossen.

Falscher Verdächtiger an sicherem Ort untergebracht
Die Deutsche Presse-Agentur hatte berichtet, dass der Pakistaner nach der Freilassung an einen sicheren Ort gebracht worden war, damit Asylgegner ihn nicht angreifen können. Im Artikel heißt es, er solle dort zwei weitere Monate bleiben. Er bekomme Essen geliefert und müsse die Polizei benachrichtigen, wenn er hinausgehe.

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