Sa, 24. Februar 2018

Panik bei Schülern

14.12.2016 15:57

Vergiftete Briefe? Irre verbreiten Fake-Meldungen

Handschuhe mit Nadeln, die ein Betäubungsmittel in die Fingerkuppen der Opfer injizieren, oder Rattengift auf Cola-Dosen: Auch in Tirol verbreiteten sich zuletzt Falschmeldungen wie diese über SMS, WhatsApp und Internet wie Lauffeuer. Nun sorgt wieder ein so genannter "Hoax" mit angeblich vergifteten Briefen für Panik.

Wie eine Epidemie verbreitet sich seit einigen Tagen über den Nachrichtendienst WhatsApp vor allem unter Schülern im Unterland eine Warnung, dass hochgefährliche Briefe mit einer CD als Inhalt in heimische Briefkästen eingeworfen werden. Die Tonträger sollen Koranlieder enthalten und in vergifteten Umschlägen der Karlheinz-Böhm-Äthiopienhilfe verschickt werden. "Wer den Brief öffnet, dem droht eine Atemwegslähmung", heißt es in der sehr besorgniserregenden Nachricht, die sogar mit einem Foto eines solchen Umschlages versehen ist - als Beweis sozusagen für die Echtheit der Meldung.

Auch in Bayern ist das Lügen-Märchen in Umlauf

Tatsache ist allerdings: Es handelt sich dabei um eine reine Falschmeldung, die offenbar von irgendwelchen Narren in die Welt gesetzt wurde. Nicht nur in Tirol, sondern auch im benachbarten Bayern soll dieser "Hoax" - ein Schwindel, der lediglich dazu dient, Panik und Unsicherheit in der Bevölkerung zu verbreiten - in sozialen Medien immer wieder auftauchen. "Es ist uns bisher kein einziger Fall bekannt, wo tatsächlich ein vergifteter Brief oder eine vergiftete CD aufgefunden wurde", erklärt das Bayerische Landeskriminalamt.

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Das Lügen-Märchen über vergiftete Briefumschläge ist auch nicht neu. Bereits 2015 hielt sich das Gerücht hartnäckig, dass derartige Kuverts im Umlauf sind. Die Falschmeldungen, die zuerst auf Facebook auftauchten und jetzt über WhatsApp die Runde machen, sollten unkommentiert gelöscht und nicht weiter verbreitet werden, so die Bitte der Polizei.

Samuel Thurner
Samuel Thurner
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