Di, 21. November 2017

„Bewaffnet“ in Café

14.12.2016 16:55

Sohn von Waltraut Haas löst WEGA-Einsatz aus

Er inszeniert im ganzen Land, sein Publikum liebt ihn. Auch dafür, weil Marcus Strahl immer alles für die Zuschauer gibt. Authentizität ist ihm wichtig. Vom Schauspieler bis zur Requisite muss alles "wie echt" sein. Sein hoher Anspruch war auch der Grund, warum nun aus einem Theaterspaß ernste Realität wurde.

Erfolgreich verlief die "Der Bockerer"-Inszenierung von Theaterkünstler Marcus Strahl (48) im Wiener Theater Akzent. Als er danach die vom Gloria Theater geborgten Requisitenwaffen zurückgeben wollte, kam es zum "Showdown" bei einem kurzen Zwischenstopp in einem Kaffeehaus im 12. Bezirk.

"Ich hatte die Attrappen, die Waffen aus der NS-Zeit nachempfunden sind, in meinem Mantel", erzählt er der "Krone". Eine Serviererin hängte die Jacke für ihn auf. "Das irgendwas nicht stimmte, dachte ich mir, als zirka zehn Minuten später kein Mensch mehr dort war. Auch die Serviererin nicht", sagt der Sohn von Kult-Mimin Waltraut Haas.

"Beamte waren nicht unfreundlich, aber streng"
Was "los war", konnte er sich dann beantworten: "Ja, weil plötzlich standen zwei WEGA-Beamte in Vollmontur mit Pistolen im Anschlag vor mir." Nach kurzem Hin und Her wurden Strahls Personalien aufgenommen und die Situation aufgeklärt. "Die Beamten waren nicht unfreundlich, aber streng", sagte uns Strahl ziemlich geknickt.

Eine große Entschuldigung bei der Servicekraft und einen Kaffee später setzte er seine Reise fort, wo die Plastikpistolen per sofort wieder im Fundus von Gerald Pichowetz im Gloria Theater schlummern dürfen.

Norman Schenz, Kronen Zeitung

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