Mo, 20. November 2017

Präsidentenwahl

02.12.2016 11:32

Keine Rekordquoten bei letztem TV-Duell im ORF

"Nur" durchschnittlich 844.000 Österreicherinnen und Österreicher haben die finale TV-Konfrontation zwischen den Bundespräsidentschaftskandidaten Norbert Hofer und Alexander Van der Bellen am Donnerstagabend im ORF verfolgt. Vor der Stichwahl im Mai waren es noch mehr als 1,2 Millionen gewesen. Doch auch wenn die letzten TV-Quoten nicht rekordverdächtig sind, machen sie angesichts der elf Monate Dauerwahlkampf deutlich, wie wichtig die Bundespräsidentenwahl der Bevölkerung ist.

889.000 Zuseher verzeichnete der ORF im Schnitt, als sich Van der Bellen und Hofer am 14. April zum ersten TV-Duell zur Bundespräsidentenwahl trafen. Durchschnittlich 1.213.000 Österreicherinnen und Österreicher verfolgten dann im Mai im ORF das TV-Duell der beiden Kontrahenten kurz vor der ersten Stichwahl.

Video: So heftig war die letzte TV-Konfrontation im ORF!

Die letzte TV-Konfrontation am Donnerstagabend im ORF lockte im Schnitt nur noch 844.000 Zuseher vor die Bildschirme. Zu Spitzenzeiten verfolgten aber auch im Finale knapp mehr als eine Millionen Menschen das Duell, wie der ORF am Freitag in einer Aussendung mitteilte. Die letzte TV-Diskussion brachte dem ORF einen Marktanteil von 25 Prozent in der wichtigen Zielgruppe ab zwölf Jahren.

Auch Privatsender machten gute Quoten mit TV-Duellen
Auch die Privatsender konnten mit TV-Duellen zur Präsidentenwahl in den vergangenen Monaten gute Quote machen. So verfolgten am 15. Mai im Privatsender ATV durchschnittlich 432.000 Zuseher das unmoderierte Gespräch zwischen Van der Bellen und Hofer. Dass ATV für die Konfrontation ein zuletzt vor mehreren Jahrzehnten angewendetes Format wählte, hatte sich für den Sender somit bezahlt gemacht. Die letzte Konfrontation am vergangenen Sonntag erreichte bei ATV allerdings nur noch 285.000 Personen in der Zielgruppe ab zwölf Jahren. In Marktanteilen waren das immer noch beachtenswerte 12,6 Prozent (12-49 Jahre).

Puls 4 konnte das meiste Interesse mit seiner "Elefantenrunde" am 3. April verbuchen, die durchschnittlich 382.000 Zuseher verfolgten. Mit 359.000 nur geringfügig weniger Zuseher interessierten sich im Schnitt für die letzte Zweierkonfrontation des Privatsenders am 20. November. Zumindest bei einem Teil des Duells waren laut Angaben von Puls 4 sogar 732.000 Zuseher dabei.

Hofer bei "Lügen" im TV-Duell weit vorne
Den "Lügen-Count" im letzten ORF-Duell konnte Hofer übrigens laut einer Auswertung des Medienbeobachtungsunternehmen APA-DeFacto ganz klar für sich entscheiden. Der FPÖ-Mann sprach in Richtung seines Kontrahenten und anderer Akteure demnach gleich 24-mal von "Lüge" bzw. "Unwahrheit", bei Van der Bellen war das lediglich dreimal der Fall.

Hofer verwendete laut APA-DeFacto siebenmal das Wort "Lüge", dreimal "lügen", zwölfmal "Unwahrheit" und zweimal "unwahr". Zurückhaltender und staatstragender Van der Bellen: Er verwendete einmal das Wort "Lüge", einmal "lügen" und einmal "unwahr". Das Wort "Unwahrheit" kam beim früheren Grünen-Chef gar nicht vor.

Das könnte Sie auch interessieren
Kommentar schreiben

Sie haben einen themenrelevanten Kommentar? Dann schreiben Sie hier Ihr Storyposting! Sie möchten mit anderen Usern Meinungen austauschen oder länger über ein Thema oder eine Story diskutieren? Dafür steht Ihnen jederzeit unser krone.at-Forum, eines der größten Internetforen Österreichs, zur Verfügung. Sowohl im Forum als auch bei Storypostings bitten wir Sie, unsere AGB und die Netiquette einzuhalten!
Diese Kommentarfunktion wird prä-moderiert. Eingehende Beiträge werden zunächst geprüft und anschließend veröffentlicht.

Kommentar schreiben
500 Zeichen frei
Kommentare
324

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Für den Newsletter anmelden