Sa, 18. November 2017

Besitzer erschossen

17.11.2016 14:15

Lüge der Freundin trieb Mann zu Mord auf Reiterhof

Nach dem Mord an einem Reiterhofbesitzer im deutschen Leipzig und dem Suizid des aus Oberösterreich stammenden Täters hat die Staatsanwaltschaft einen Abschlussbericht vorgelegt. Demnach bestand das Motiv darin, dass die Lebensgefährtin des Täters diesem erzählt hatte, das spätere Opfer habe sie um eine Erbschaft gebracht. Das stimme jedoch nicht, die Frau sei mit dem Getöteten auch in keinerlei Beziehung gestanden.

Der 50-jährige Oberösterreicher hatte den 52-jährigen Pferdehofbesitzer am 3. Dezember des Vorjahres auf dessen Anwesen in Leipzig-Knauthain erschossen. Noch am selben Tag hinterlegte er bei der Staatsanwaltschaft Leipzig einen verschlossenen Umschlag, in dem sich neben einem Fahrzeugschlüssel auch sein Reisepass sowie ein Brief inklusive Geständnis befanden. So kamen die Ermittler auf seine Spur und zu der Überzeugung, dass er der Täter ist.

Eine groß angelegt Fahndung blieb erfolglos. Mehrere Wochen nach dem Mord wurde der Oberösterreicher erschossen im Cospudener See gefunden. Er hatte sich selbst das Leben genommen. Auch die Tatwaffen wurden auf dem Areal sichergestellt. Der Fall war damit geklärt, das Motiv blieb aber weiterhin offen. Es wurde über eine Dreiecksgeschichte oder einen Erbschaftsstreit spekuliert.

Nun stellte sich heraus, dass die Lebensgefährtin des Oberösterreichers ihm erzählt hatte, dass sie ein Grundstück im Wert von mehreren Millionen Euro geerbt habe. Der Reiterhofbesitzer sei dafür mitverantwortlich, dass sie nicht über das Geld verfügen könne. Das dürfte den 50-Jährigen zu der Tat getrieben haben.

Frau hatte nie Erbschaft gemacht
Mittlerweile steht aber fest, dass seine Lebensgefährtin nie eine Erbschaft gemacht hat und auch kein Bezug zwischen ihr und dem Reiterhofbesitzer bestand, ebenso wenig wie zwischen Täter und Opfer, heißt es in dem Papier der Staatsanwaltschaft Leipzig. Weitere Ermittlungen gibt es nicht: Es würden zu wenige Anhaltspunkte für eine strafrechtlich relevante Tatbeteiligung anderer Personen existieren, die die Einleitung eines Verfahrens rechtfertigen würden, so die Anklagebehörde.

Das könnte Sie auch interessieren
Kommentar schreiben

Sie haben einen themenrelevanten Kommentar? Dann schreiben Sie hier Ihr Storyposting! Sie möchten mit anderen Usern Meinungen austauschen oder länger über ein Thema oder eine Story diskutieren? Dafür steht Ihnen jederzeit unser krone.at-Forum, eines der größten Internetforen Österreichs, zur Verfügung. Sowohl im Forum als auch bei Storypostings bitten wir Sie, unsere AGB und die Netiquette einzuhalten!
Diese Kommentarfunktion wird prä-moderiert. Eingehende Beiträge werden zunächst geprüft und anschließend veröffentlicht.

Kommentar schreiben
500 Zeichen frei
Kommentare
324

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Für den Newsletter anmelden