Di, 21. November 2017

Bettakrobatik

05.02.2017 06:00

Sexszenen sind für diese Stars die blanke Hölle!

Heißer Sex und viel Erotik: Was in Hollywoodfilmen nicht mehr wegzudenken ist, macht vielen Promis Kopfzerbrechen. Die filmreife Bettakrobatik, die den Zuschauern große Freude bereitet - und so manche Affärengerüchte schürt - ist den meisten Schauspielern lästige Pflicht statt freudige Kür. Zuletzt seufzte Marion Cotillard, die im Streifen "Allied" mit Sexsymbol Brad Pitt auf Tuchfühlung gehen durfte: "Das war äußerst unangenehm."

Als die Trennung von Brad Pitt und Angelina Jolie Mitte September publik wurde, war es Marion Cotillard, die sich plötzlich mit bösen Gerüchten rund um eine Affäre mit dem 52-Jährigen konfrontiert sah. Sie sei der Grund, so munkelte man, warum Jolie nach elf gemeinsamen Jahren still und heimlich die Scheidungspapiere einreichte. Sogar schwanger sei die fesche Französin von ihrem Filmpartner, mit dem sie sich bald so innig im neuen Film "Allied" zeigen wird. Schnell kam das Dementi - und noch mehr. Bei der Premiere des Streifens rund um zwei Spione, die sich in den Wirren des Zweiten Weltkriegs ineinander verlieben, verriet Cotillard, dass der scharfe Sex mit Brad gar nicht so erotisch gewesen sei. Sexszenen zu drehen empfinde sie nämlich immer als "äußerst unangenehm". Und als absurd, denn: "Manchmal haben Brad und ich bei den Proben darüber gelacht, weil das alles so komisch war", so Cotillard. "Man schaut sich an und sagt: 'So, jetzt sitze ich gleich mal auf dir und dann küssen wir uns.'"

Davon kann wohl Dakota Johnson ein Liedchen singen. Denn so heiß die Sexszenen in "Fifty Shades Of Grey" auf der Leinwand rüberkommen, so sehr hängen sie der Aktrice, die in der Verfilmung des Erotikbestellers die Anastasia Steele spielt, zum Hals raus. Gemeinsam mit Jamie Dornan, der als Christian Grey die Peitsche schwingt, dreht die 26-Jährige bis vor Kurzem den zweiten Teil "Fifty Shades Darker". Von vielen Fans wird sie für die erotischen Szenen mit dem Frauenschwarm wohl beneidet, doch Johnson hat mittlerweile schon genug vom sich in den Laken Wälzen, wie sie dem "Interview"-Magazin vorjammerte. "Jamie Dornan und ich haben ja keinen echten Sex", so Johnson. "Aber sieben Stunden vor der Kamera so zu tun als ob, darauf kann ich auch langsam verzichten."

Unterstützung wird Johnson da wohl von Ryan Reynolds bekommen. Dem Schauspieler, der mit seiner Ehefrau Blake Lively sein zweites Kind erwartet, bereiteten die Sexszenen für seinen Film "Deadpool" alles andere als Freude. Im Interview mit dem US-Portal "The Fix" fand der 39-Jährige unlängst recht deutliche Worte. "Es war schrecklich", erinnerte er sich. "Es war ein Jahr Sex, den wir an einem Tag drehen sollten." Selbst seine hübsche Filmpartnerin Morena Baccarin konnte für Reynolds nichts ändern. "Es klingt weitaus romantischer, als es wirklich war, glauben Sie mir", so der Schauspieler. Es habe einfach nur "extrem lang" gedauert, bis die schlüpfrigen Szenen endlich im Kasten waren.

Auch Emilia Clarke, die in "Game of Thrones" als "Drachenmutter" Daenerys Targaryan immer wieder in expliziten Szenen zu bewundern war, kann Sexszenen nicht wirklich etwas abgewinnen. Im Gegenteil: Vor einiger Zeit forderte sie von den HBO-Filmbossen sogar: "Die Sexszenen sollten subtiler sein", wie die "Daily Mail" berichtete. Für sie seien solche Szenen einfach anstrengend. "Ich bin Britin, daher zucke ich bei solchen Dingen immer zusammen - ich kann es einfach nicht ertragen. Ich will Sex nicht in mein Gesicht geschleudert bekommen." Sie sei der Meinung, dass "die Andeutung viel erregender ist als der Akt selbst".

Kristen Stewart hat nicht nur an ihre Beziehung mit Robert Pattinson keine gute Erinnerung, sondern auch an die Sexszenen, die sie mit ihm für die "Twilight"-Saga drehen musste. In einem Interview jammerte sie: "Bei 'Twilight' sollten wir die epischste Sexszene aller Zeiten haben. Sie sollte überirdisch, von einer anderen Welt und unmenschlich sein - besser als der beste Sex, den du dir vorstellen kannst." Das habe sie schrecklich unter Druck gesetzt, erinnerte sie sich zurück. "Wir dachten nur: 'Wie können wir dem gerecht werden?' Es war die Hölle und ganz schön ätzend, weil ich richtig gut sein wollte."

James Bond ist vermutlich der Held vieler Männer - vor allem weil er noch jedes Bond-Girl gekonnt verführen konnte. Doch Ex-007-Darsteller Roger Moore hat nicht die besten Erinnerungen an die heißen Szenen, die er drehen musste. Trotz sexy Schauspielpartnerinnen seien die Akte stets eine Qual gewesen, so der 88-Jährige. Der Grund: "Diese Liebesszenen wurden üblicherweise dann gedreht, wenn das Studio eisig kalt war. Also sagte man zu der Frau: 'Lass deine Socken an, Liebling.' Und Socken im Bett sind niemals romantisch. Hinzu kommt, dass dir während des Drehs die ganze Crew und die Elektriker über deinem Kopf zurufen: 'Komm schon, gib es ihr, Roger!'"

Megan Fox kann sich bei Sexszenen auch nicht entspannen, wie sie vor einiger Zeit verriet: "Ich musste einige Liebesszenen in dem Film 'Jennifer's Body' spielen, mit wilden Knutschereien und Verrücktheiten. Es war einfach nur peinlich, es ist immer unangenehm und macht nie Spaß." Und da sie mittlerweile Mama ist und ihr drittes Kind erwartet, wolle sie zukünftig gar keine Sexszenen mehr drehen, sagte die Aktrice vor Kurzem der "Sun". "Es gibt einfach Dinge, die Söhne ihre Mutter nicht tun sehen sollten. Es gab einige gute Projekte, die ich gelesen habe, aber die Dinge, die die Frauen in den Filmen tun mussten, sollten meine Söhne nie sehen. Mir wurde ein Projekt angeboten, das jetzt bei HBO rauskommt. Es dreht sich um das Leben einer Prostituierten und beinhaltet sehr krasse Sexszenen - Dinge, die man in einem Porno sehen würde - diese Dinge degradieren die Frau, die diese Rolle spielt."

Und Daniel Radcliffe bringt die Sache mit dem fingierten Sex vor der Kamera auf den Punkt: "Immer wenn man solche Szenen im Film sieht, denkt man: 'Es muss so sexy sein, die Szene zu drehen. Was für eine Erfahrung.' Aber wenn man dann selbst in der Situation ist und es schauen dir die Leute am Set zu, fühlt man gar nichts Erotisches. Am Ende ist es kein bisschen aufregend, vollkommen egal, wie schön das Mädchen ist."

Daniela Altenweisl
Daniela Altenweisl
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