Fr, 17. November 2017

„Grausame Folter“

31.10.2016 14:42

FPÖ Niederösterreich fordert Schächtungsverbot

Die niederösterreichischen Freiheitlichen haben sich am Montag für ein Schächtungsverbot ausgesprochen. "Die Schächtung von Tieren ist eine grausame Todesfolter", kritisierte Landtagsabgeordneter Udo Landbauer, der Tierschutzsprecher der FPÖ Niederösterreicher. Mit der Kampagne "Schächten? Nein danke!" sammeln die Freiheitlichen niederösterreichweit Unterschriften für ihr Anliegen.

"Diese barbarische Art der Tötung hat in unserer Gesellschaft nichts verloren", sagte Landbauer. "Nicht selten gibt es Fälle, wo die Tiere durch unsachgemäße Anwendung des Kehlschnittes einen minutenlangen Todeskampf mit großen Schmerzen, Atemnot und Todesangst erleiden müssen, ehe sie elendiglich zugrunde gehen", so der Freiheitliche.

Er verwies auf Berichte, laut denen 79 Schafe in der Oststeiermark illegal geschächtet worden waren. Die Tiere hatte man demnach mit Kehlenschnitt ohne Betäubung ausbluten lassen.

Schächten in Österreich unter bestimmten Bedingungen erlaubt
Rituelle Schlachtungen ohne vorausgehende Betäubung der Tiere dürfen in Österreich nur mit behördlicher Bewilligung in dafür zugelassenen Schlachtanlagen in Anwesenheit eines Tierarztes durchgeführt werden. Dabei müssen laut Tierschutzgesetz die großen Blutgefäße im Halsbereich mit einem Schnitt geöffnet und die Tiere unmittelbar danach wirksam betäubt werden.

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