Di, 21. November 2017

Europa League

20.10.2016 23:26

Unfassbares Eigentor kostet Rapid erlösenden Sieg!

Thomas Schrammel kann einem einfach leid tun! Da spielte Rapid, derzeit knöcheltief in der Krise, eine sehr, sehr starke Partie in der Europa League gegen Sassuolo (It), doch am Ende gab es nur ein 1:1. Denn Rapid vermochte es nicht, die besten Chancen zu mehr Treffern zu nutzen - und Schrammel fabrizierte leider ein unfassbares Eigentor! Alle Stimmen und Reaktionen zum Spiel sehen Sie im Video oben. Die Austria erkämpfte sensationell ein 3:3 bei AS Roma - mehr dazu hier.

Darf das wahr sein! Da steckt Rapid Wien ohnehin in einer Krise und kassiert auch noch so einen unglücklichen, enorm schmerzenden Ausgleich! Besser gesagt, man fabriszierte den Treffer selbst - in Person von Thomas Schrammel. Er versenkte eine ungefährliche Sassuolo-Flanke perfekt ins Kreuzeck zum 1:1 (66.). Dabei waren die Hütteldorfer mehr als verdient in Minute sieben in Führung gegangen und hätten gut und gerne ein, zwei Treffer mehr erzielen können!

Hier ein Video von der sensationellen Stimmung im Rapid-Stadion:

Trotz der jüngsten Tiefschläge war bei Rapid zu Beginn von einer Krisenstimmung nichts zu merken. Die Gastgeber begannen überfallsartig, schnürten die Italiener an deren Sechzehner ein und wurden dafür schnell belohnt. Nach einer Eckball von Thomas Murg und einer Flanke von Mario Pavelic konnte sich Sassuolo nicht befreien, Murg brachte den Ball noch einmal in den Gefahrenbereich und Schaub war aus kurzer Distanz mit seinem schwächeren rechten Fuß erfolgreich.

Für den ÖFB-Teamspieler war es bereits das 16. Tor im 27. Europacup-Spiel. Drei Minuten später hätte der 21-Jährige seine Bilanz fast noch weiter aufpoliert, als er zwei Verteidiger aussteigen ließ und dann nur um Haaresbreite das Tor verfehlte. In dieser Tonart ging es zunächst weiter: In der 12. Minute schoss Murg nach sehenswerter Vorarbeit von Schaub genau auf Goalie Andrea Consigli, in der 13. Minute traf Arnor Ingvi Traustason aus guter Position nicht das Sassuolo-Gehäuse.

Dann aber fanden die Gäste immer besser ins Spiel. Antonino Ragusa tauchte in der 16. Minute allein vor dem Rapid-Tor auf, spitzelte den Ball jedoch knapp vorbei. Fünf Minuten später klärte Richard Strebinger vor Matteo Politano. Rapid kam erst gegen Ende der ersten Hälfte wieder halbwegs gefährlich vor das gegnerische Tor. In der 33. Minute ging ein abgefälschter Murg-Schuss drüber, in der 41. Minute schloss Joelinton einen sehenswerten Angriff mit einem Seitfallzieher an die Oberkante der Querlatte ab.

Diesen Schwung konnten die Rapidler nicht in die zweiten 45 Minuten mitnehmen. Nach Wiederanpfiff erlangte Sassuolo zusehends die Kontrolle über die Partie. So wurde es in der 59. Minute brenzlig, als der eingewechselte Gregoire Defrel in Strebinger seinen Meister fand. Sieben Minuten danach hatte Schrammel seinen folgenschweren Aussetzer. Nach einer Flanke von Federico Peluso köpfelte der Linksverteidiger den Ball völlig unbedrängt ins lange Eck - der verdutzte Strebinger war ohne jegliche Abwehrchance.

Vor dem Spiel baten wir Geschäftsführer Christoph Peschek zum Interview. Was er zur Krise, zum Derby und zu einer etwaigen Trainerdiskussion zu sagen hat, sehen Sie hier:

Wirklich erholen konnte sich Rapid von diesem Schock nicht mehr. Die Partie spielte sich in der Endphase zumeist in der Hälfte der Hütteldorfer ab, immerhin blieben die Gäste ohne zwingende Möglichkeit. Doch auch bei Rapid ging in der Offensive nur noch wenig - einige vielversprechende Kontersituationen wurden nicht konsequent zu Ende gespielt.

Zu allem Überfluss erlitt Abwehrchef Christoph Schößwendter im Finish eine Knöchelverletzung, musste jedoch bis zum Schluss durchbeißen, weil Coach Mike Büskens schon dreimal gewechselt hatte. Davor hatte sich auch der zweite Innenverteidiger verletzt - Christopher Dibon war wegen Problemen im Gesäßmuskelbereich zur Pause in der Kabine geblieben.

Beide Spieler dürften für das Derby am Sonntag gegen die Austria zumindest fraglich sein. Auf internationaler Ebene geht es für Rapid mit dem "Retourmatch" am 3. November auswärts gegen Sassuolo weiter. Die Italiener halten so wie Rapid bei vier Punkten, an der Spitze liegt Genk mit sechs Zählern.

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