Do, 14. Dezember 2017

Nach Transfer-Kritik

09.09.2016 16:08

Wegen Hinteregger ist Salzburgs Sauer sauer

Jochen Sauer, Geschäftsführer von Meister Red Bull Salzburg, hat sich am Freitag gegen die Kritik von Martin Hinteregger zur Wehr gesetzt. Der Innenverteidiger hatte in der Vorwoche nach seinem Wechsel zu Augsburg den personellen Aderlass seines Ex-Klubs in Richtung Leipzig bemängelt, was bei Sauer Unverständnis auslöste.

"Es fällt mir schwer, einen Kommentar abzugeben, wenn ein Augsburg-Spieler etwas über Leipzig sagt", meinte der Deutsche auf einer Pressekonferenz, um dann wenig später doch weiter auszuholen: "Salzburg ist nicht fremdbestimmt. Für Martin sind diese Dinge schwerer einzuschätzen, weil er an den Transferthemen nicht so nahe dran ist."

Hinteregger "immer willkommen"
Böse sei man auf Hinteregger jedoch nicht. "Er ist hier immer willkommen", beteuerte Sauer und ergänzte: "Natürlich ist seine emotionale Reaktion verständlich. Auf der anderen Seite hat aber auch er Salzburg verlassen."

Sauer betonte, es habe keinen Ausverkauf nach Leipzig gegeben: "In den vergangenen vier Jahren haben uns 26 oder 27 Spieler verlassen, acht davon sind nach Leipzig gegangen. Bei vier oder fünf davon war die Qualität so hoch, dass es uns wehgetan hat."

Der Geschäftsführer wies darauf hin, dass die Spieler Salzburg aus freien Stücken verließen. "Natürlich ist es bei jedem Spieler so, dass wir ihn überzeugen wollten zu bleiben, aber letztlich war es ihre Entscheidung."

Zudem seien die dadurch lukrierten Transfereinnahmen in Salzburg gerne gesehen. "Sie sind notwendig, um wieder in talentierte Spieler zu investieren." Absolute Top-Kicker werde man ohnehin nicht halten beziehungsweise nach Salzburg lotsen können. "Wenn wir noch nie einen Spieler für acht oder neun Millionen Euro gekauft haben, dann liegt das daran, dass so ein Spieler einfach nicht nach Österreich kommt", erklärte Sauer.

Von 180 auf 50
Diese Worte waren auch an jene Fans gerichtet, welche die Klubspitze zuletzt in einem offenen Brief unter Beschuss nahmen. "Die Emotionalität verstehe ich, aber man muss auch die Fakten klar erkennen. Wenn es heißt, wir sind in Europa keine Top-Adresse mehr, dann muss ich sagen, dass wir uns in den letzten Jahren in der UEFA-Rangliste von Platz 180 bis unter die ersten 50 vorgearbeitet haben", sagte Sauer.

Weiters hob der 44-Jährige die drei Double-Gewinne in den vergangenen drei Jahren hervor. "Es stört mich, dass wir eine Stimmung haben, als ob wir kurz vor dem Abstieg stehen würden. Wir haben in den letzten Jahren Spieler verloren, dadurch Millionensummen eingenommen und trotzdem Erfolge gefeiert. Darauf können wir stolz sein, und darauf können auch die Fans stolz sein", betonte Sauer.

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