So, 17. Dezember 2017

Boss Krammer im Talk

08.09.2016 16:28

"Jeder weiß, worauf er sich bei Rapid einlässt!"

Die Mitgliederzahl ist auf knapp 13.000 explodiert, das Allianz-Stadion wurde eröffnet, nur dem eigenen Titel-Anspruch wurde man noch nicht gerecht - die positive Bilanz der ersten Amtsperiode von Michael Krammer. Seit 2013 Rapids Präsident, im November wird er bis 2019 in Hütteldorf "verlängern", dann ist Schluss. In der "Krone" spricht der 56-jährige Top-Manager über den heißen Herbst, private Einschränkungen und begründet seine Kampfansagen!

"Krone": Während Rapids sportliche Leitung auf Salzburg verweist, provozieren Sie im TV mit der Aussage, dass "Rapid es nächstes Jahr in der Champions League richten wird". Warum?
Michael Krammer: Das wurde geschnitten, aus dem Zusammenhang gerissen, war auch etwas im Scherz gemeint.

"Krone": Aber?
Krammer: Aber ich stehe zu der Kampfansage. Wir sind Rapid, der Druck ist riesig. Egal, ob das gerecht ist. Damit muss man umgehen. Ohne Ziel ist man ein orientierungsloser Haufen. Wir sprechen Ziele offen an.

"Krone": Wie nimmt das Trainer Mike Büskens auf?
Krammer: Jedermann, auch er, weiß, worauf er sich bei Rapid eingelassen hat. Jeder im Verein ist gefordert, für den Titel alles zu tun. Alleine erreicht man gar nichts.

"Krone": Sind Sie bislang mit seiner Arbeit zufrieden? Bei einer Niederlage in Graz drohen sieben Punkte Rückstand.
Krammer: Das macht nichts. Die Saison dauert lang, wir bleiben ruhig. Wir machen nicht die Fehler der Vergangenheit. Wolfsberg und Altach waren Kampfspiele, aber es gibt Schlimmeres. Der Kader ist groß genug. Wir sind für die Doppelbelastung, einen heißen Herbst gerüstet.

"Krone": Sie auch?
Krammer: Ich denke schon, mein Arbeitsaufwand für Rapid hat sich eingependelt, es läuft. Aber genießen kann ich die Spiele immer noch nicht. Dafür bin ich zu emotional.

"Krone": Hat sich Ihr Leben als Rapid-Präsident verändert?
Krammer: Die Bekanntheit ist riesig. Davor wurde ich gewarnt, das habe ich unterschätzt. Man wird erkannt, muss schon aufpassen. Aber ich habe bislang keine negativen Erfahrungen gemacht.

"Krone": Bleibt es dennoch dabei, dass Sie 2019 nicht mehr als Präsident kandidieren?
Krammer: Ja, maximal zwei Perioden, das habe ich meiner Frau versprochen. Zunächst aber werde ich im November bei der Hauptversammlung mein Programm vorlegen. Wir wollen in die Infrastruktur, vor allem für den Nachwuchs, investieren. Es geht um die Nachhaltigkeit. Wenn wir in Europas Top 50 kommen, sollen wir dort auch bleiben. Und der Titel fehlt ja auch noch.

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