Sa, 18. November 2017

Plus 7,7 Prozent

17.08.2016 11:44

4285 Personen im ersten Halbjahr eingebürgert

Im ersten Halbjahr 2016 erhielten 4285 Personen die österreichische Staatsbürgerschaft, darunter 46 Personen mit Wohnsitz im Ausland. Insgesamt gab es um 305 bzw. 7,7 Prozent mehr Einbürgerungen als im Vergleichszeitraum des Vorjahres, teilte die Statistik Austria am Mittwoch mit. Der seit dem Jahr 2011 beobachtbare Trend steigender Einbürgerungszahlen setzte sich damit fort.

Mehr als ein Drittel der eingebürgerten Personen ist bereits in Österreich geboren (35,8 Prozent), mehr als die Hälfte waren Frauen (54,4 Prozent). Der Anteil der Kinder und Jugendlichen unter 18 betrug 37,4 Prozent.

Stärkster Zuwachs in Oberösterreich
In sechs Bundesländern wurden im ersten Halbjahr 2016 mehr Personen eingebürgert als von Jänner bis Juni 2015. Am deutlichsten fiel der Zuwachs in Oberösterreich aus (+45,2 Prozent). An zweiter Stelle lag Vorarlberg (+27,7), gefolgt von der Steiermark (+20,7), Tirol (+8,9) und Wien (+7,2). In Kärnten (-30,7), im Burgenland (-26,8) und in Niederösterreich (-20,3) ging die Zahl der Einbürgerungen dagegen deutlich zurück.

Nach dem Einbürgerungsgrund betrachtet, erhielten in den ersten sechs Monaten 2016 insgesamt 653 Personen (15,2 Prozent) die Staatsbürgerschaft im Ermessen, darunter 624 Personen nach mindestens zehnjährigem Wohnsitz in Österreich.

Mehr als die Hälfte hat Rechtsanspruch
Mehr als die Hälfte der Einbürgerungen (55,2 Prozent) erfolgte aufgrund eines Rechtsanspruchs, in 1482 dieser Fälle nach mindestens sechsjährigem Wohnsitz in Österreich und besonders berücksichtigungswürdigen Gründen (z.B. Geburt in Österreich, asylberechtigt oder EWR-Staatsangehörigkeit).

386 Personen wurde die Staatsangehörigkeit aufgrund der Ehe mit einem Österreicher bzw. einer Österreicherin verliehen. Unter dem Titel "Erstreckung der Verleihung" wurden 141 Ehegatten bzw. -gattinnen und 1127 Kinder zu österreichischen Staatsbürgern - zusammen machte das 29,6 Prozent aller Einbürgerungen aus.

Fast die Hälfte aus Europa
Etwa 40 Prozent der eingebürgerten Personen hatten bisher die Staatsangehörigkeit von Bosnien-Herzegowina (647 Eingebürgerte), Türkei (464), Serbien (368) bzw. Kosovo (219). Weitere 626 neue Österreicher waren bisher Angehörige eines anderen EU-Staates, darunter 110 Personen aus Rumänien, 102 aus Deutschland und 92 aus Kroatien.

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