Mo, 11. Dezember 2017

Plus 400 Prozent

06.07.2016 16:42

Flüchtlingskrise: Waffen boomen auch weiterhin

Seit Beginn der Flüchtlingskrise ist die Nachfrage nach Waffen in Österreich deutlich angestiegen. Besonders jene der Kategorie B, also Faustfeuerwaffen, erfreuen sich immer größerer Beliebtheit, wie das Kuratorium für Verkehrssicherheit (KFV), das unter anderem auch die sogenannten Waffenverlässlichkeitsprüfungen abnimmt, am Mittwoch mitteilte. So gab es allein beim KFV von 2014 auf 2015 einen Anstieg bei den Prüfungen um satte 400 Prozent (!).

Das subjektive Sicherheitsgefühl der Bevölkerung sei geringer geworden, erklärte KFV-Geschäftsführer Othmar Tann am Mittwoch im Ö1-Radio. Die Menschen würden daher versuchen, auf "Selbsthilfe" zurückzugreifen. "Da hat es offensichtlich eine Situation gegeben, wo die Menschen überlegt haben und aufgrund der Bilder gesehen haben - hoppala, da funktioniert etwas nicht", so Tann.

Knapp eine Million Waffen in Österreich
Derzeit besitzen in Österreich über 280.000 Menschen insgesamt rund 957.000 Waffen aller Kategorien, wobei Faustfeuerwaffen zurzeit am begehrtesten sind. Doch um überhaupt eine Waffe besitzen zu können, benötigt man eine Waffenbesitzkarte. Und die setzt wiederum ein positives psychologisches Gutachten voraus, das dem künftigen Halter die Fähigkeit bescheinigt, sicher mit der Waffe umgehen zu können.

Doch eine Waffe sollte laut Tann keinesfalls als eine Art "Allheilmittel" für ein fehlendes subjektives Sicherheitsgefühl verstanden werden. "Die Leute wiegen sich selbst in einer Sicherheit, die sie ja nicht haben", mahnte der KFV-Geschäftsführer.

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