Mo, 20. November 2017

„Letzter Kriegstag“

22.06.2016 18:04

FARC und Regierung schlossen Waffenstillstand

Nach Jahrzehnten des Bürgerkriegs haben sich die kolumbianische Regierung und die Guerillaorganisation FARC auf einen endgültigen Waffenstillstand verständigt. Beide Parteien hätten sich darauf geeinigt, dass die Rebellen die Waffen niederlegen würden und ihre Sicherheit gewährleistet werde, teilten die Unterhändler am Mittwoch in der kubanischen Hauptstadt Havanna mit, wo die beiden Seiten seit Ende 2012 über einen Friedensvertrag verhandeln.

Der Bürgerkrieg hat in Kolumbien seit Anfang der 1960er-Jahre rund 220.000 Tote gefordert. Millionen wurden aus ihren Heimatorten vertrieben.

FARC: "Heute ist der letzte Tag des Krieges"
"Im Namen der zahllosen Opfer nicht mehr Tote und Schrecken für das Vaterland. Heute ist der letzte Tag des Krieges", schrieben die Unterhändler der FARC auf Twitter. Carlos Lozada vom Führungsgremium der FARC schrieb: "Wir haben unsere Pflicht erfüllt."

Am Donnerstag werden dem Vernehmen nach Kolumbiens Präsident Juan Manuel Santos und FARC-Kommandant Rodrigo Londono alias "Timochenko" das Waffenstillstandsabkommen unterzeichnen. Der Zeremonie in Havanna sollen zudem UNO-Generalsekretär Ban Ki Moon sowie Vertreter der Garantiemächte Kuba und Norwegen beiwohnen.

Verhandlungen könnten am 20. Juli abgeschlossen sein
Die Guerrillaorganisation hatte bereits im Vorjahr einen einseitigen Waffenstillstand verkündet. Die kolumbianische Armee stellte daraufhin ihre Luftangriffe auf Stellungen der Rebellen ein. Nun soll auch der Friedensvertrag zur Beilegung des seit Jahrzehnten andauernden Bürgerkriegs zügig unterzeichnet werden. Laut Präsident Santos könnten die Verhandlungen bis zum kolumbianischen Unabhängigkeitstag am 20. Juli abgeschlossen sein.

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