So, 19. November 2017

„Jimmy“ und „Joe“

08.06.2016 09:34

Verwaiste Steinkauzkinder als neue Stars in EGS

Das Team in der von der Tierschutzorganisation "Vier Pfoten" geführten Eulen- und Greifvogelstation Haringsee (EGS) hat mit zwei verwaisten Steinkauzjungen neue und besonders herzige Stars. Die beiden Jungvögel wurden aus der Veterinärmedizinischen Uniklinik Wien gebracht, nachdem sie von beherzten Passanten gerettet worden waren.

Vor wenigen Tagen war bei einem starken Sturm der Ast einer Kastanie in der Allee des Schlossparks in Stetteldorf am Wagram abgebrochen; dieser hatte die gesamte Steinkauzfamilie beherbergt. "Die Eltern flogen im Schock davon, und drei kleine Steinkauzkinder landeten unsanft am Boden", berichtet "Vier Pfoten"-Expertin Brigitte Kopetzky.

Ammenpaar zieht die Kleinen auf
Leider verletzte sich eines der drei Kauz-Kinder dabei so schwer, dass es erlöst werden musste. Die anderen beiden sind nun in der EGS Haringsee und werden dort von einem Ammenpaar, zusammen mit einem weiteren Steinkauzjungen, aufgezogen. Das Team der EGS hat die beiden "Jimmy" und "Joe" getauft.

Auswilderung der Käuzchen geplant
"Jimmy und Joe sitzen im Nistkasten und lassen sich kaum blicken", erzählt Kopetzky. "Wenn sie alt genug sind und alles Überlebenswichtige von den Zieheltern gelernt haben, werden wir sie wieder in die Natur entlassen."

Steinkäuze brüten eigentlich lieber in Bäumen
Steinkäuze sind eine der kleinsten Eulenarten, die in Österreich lebt. Ihr Federkleid ist am Rücken dunkel graubraun mit weißen Tupfen. Charakteristisch ist in Ruhehaltung die kugelige Gestalt in der Silhouette. Der Name Steinkauz weist auf Brutplätze wie Felswände, Steinbrüche und Ruinen hin. Mitteleuropäische Steinkäuze sollten korrekterweise "Baumkäuze" heißen, da bis zu 92 Prozent der Brutplätze in Obstbäumen, Weiden, Pappeln, Linden und Eichen gewählt werden.

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