Fr, 24. November 2017

Knalleffekt in F1

05.05.2016 10:06

Fahrerwechsel bei Red Bull! Verstappen statt Kwjat

Es gab bereits Gerüchte im Vorfeld, nun ist es fix: Red Bull tauscht vor dem Grand Prix von Spanien am 15. Mai in Barcelona den russischen Piloten Daniil Kwjat gegen den Niederländer Max Verstappen aus dem Schwester-Rennstall Toro Rosso aus. Das gab der österreichisch-britische Formel-1-Rennstall am Donnerstag bekannt.

Formel-1-Pilot Daniil Kwjat muss offenbar für den Crash mit Sebastian Vettel büßen und sein Cockpit bei Red Bull für Max Verstappen räumen. Vier Tage nach dem doppelten Auffahrunfall des Russen mit dem deutschen Ferrari-Fahrer in Sotschi teilte Red Bull mit, dass der Russe ab dem nächsten Rennen in Barcelona ins kleine Schwesterteam Toro Rosso geschickt wird.

Horner: "Das gibt Kwjat die Chance seine Form wiederzufinden"
Dafür steigt der erst 18-jährige Niederländer Verstappen von Toro Rosso zum zweiten Red-Bull-Stammfahrer neben dem Australier Daniel Ricciardo auf. Für Kwjat bedeutet die Entscheidung einen schmerzhaften Knick in seiner Karriere, auch wenn Red-Bull-Teamchef Christian Horner am Donnerstag anführte: "Das gibt ihm die Chance, seine Form wiederzufinden und sein Potenzial zu zeigen."

Zuletzt in Sotschi hatte Kwjat das Rennen von Vettel schon in der ersten Runde beendet. "Die Bilder sprechen für sich", hatte Vettel danach gesagt. Kwjat half da auch eine Entschuldigung beim Deutschen nicht, dessen Nachfolge bei Red Bull er 2015 angetreten hatte. Beim Grand Prix von Spanien in gut einer Woche muss der 22-Jährige nun wieder zurück zum Toro-Rosso-Rennstall, für den er 2014 erstmals in der Formel 1 gefahren war. "Wirklich? Ein schlechtes Rennen und Kwjat wird fallen gelassen? Und was ist mit seinem Podiumsplatz im Rennen davor", zeigte sich McLaren-Pilot Jenson Button via Twitter erstaunt über die Rochade.

Verstappen jüngster Formel-1-Pilot der Geschichte
Verstappen hatte im Vorjahr im Toro Rosso als jüngster Pilot der Formel-1-Geschichte debütiert, nun darf er den Red Bull steuern. "Max hat sein außerordentliches Talent nachgewiesen", betonte Teamchef Horner. Der Sohn des früheren Grand-Prix-Fahrers Jos Verstappen gilt in der Branche als Topstar der Zukunft, vor allem Ferrari wurde mehrfach Interesse an seiner Verpflichtung nachgesagt.

Wohl auch um die Verhandlungsposition im Poker um Verstappen zu stärken, zog Red Bull den vermutlich ohnehin geplanten Aufstieg des Youngsters deutlich vor. Mit Blick auf sein Debüt im Red Bull in Barcelona sagte Verstappen: "Ich kann diesen besonderen Augenblick kaum erwarten. Der nächste Schritt in meiner bisher relativ kurzen Karriere und eine unglaubliche Gelegenheit. Ich habe die Chance, von einem Topteam, das Red Bull ist, eine Menge zu lernen."

Der Youngster bedankte sich beim Ex-Weltmeisterrennstall und Helmut Marko für das entgegengebrachte Vertrauen sowie bei Toro Rosso mit Teamchef Franz Tost für all die harte Arbeit und die gemeinsame Zeit. Nun freue er sich bereits sehr auf die Zusammenarbeit mit dem erfahrenen Daniel Ricciardo, so der Niederländer weiter.

In den nächsten Tagen wird das Cockpit in der Red-Bull-Fabrik in Milton Keynes an Verstappen angepasst. Vor der Weiterreise nach Barcelona wird er dort auch noch Rennsimulatortests absolvieren.

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