Mo, 19. Februar 2018

Neugründung

14.04.2016 16:36

Eine Allianz für den freien Sonntag

Die Wirtschaft will immer noch flexiblere Arbeitszeiten. Gleichzeitig formiert sich in Tirol eine Allianz für den freien Sonntag. Katholische und evangelische Kirche sind ebenso dabei wie Arbeiterkammer und Gewerkschaft. Das erklärte Ziel: Der arbeitsfreie Sonntag muss gesetzlich geschützt bleibt.

Elf Organisationen rund um Kirche und Arbeitnehmer-Vertretungen stehen auf dem Grundsatzpapier der Sonntags-Allianz, das am Donnerstag in Innsbruck unterzeichnet wurde. Eine solche Initiative hat es schon einmal gegeben. Doch um die ist es still geworden. Umso lauter wollen die Mitglieder jetzt auftreten. "Die aktuellen Entwicklungen in Tirol machen die Neugründung dringend notwendig", erklärt Franz Georg Brantner, Sprecher der Bundesallianz.

93 Prozent gegen Sonntagsöffnung

Hände weg von der Sonntagsruhe - so lautet die unmissverständliche Botschaft. Tirol-Sprecherin Sabine Klieber verweist auf eine Gewerkschaftsumfrage in Innsbruck, wonach 93 Prozent der Handelsangestellten eine Sonntagsöffnung ablehnen. "Schon jetzt können viele Geschäfte in Tirol aufgrund von Ausnahmeregelungen aufsperren. Man denke nur an die Tourismusorte. Eine weitere Aufweichung würde gravierende Einschnitte für das gesellschaftliche Leben bedeuten", gibt Klieber zu bedenken. Ihr Stellvertreter Walter Fritzer von der Katholischen Arbeiterbewegung erinnert sich, dass einst die Allianz von allen Parteien im Landtag offiziell unterstützt wurde: "Bald hat man aber nichts mehr davon gehört."

Neoliberales Denken habe sich in allen Parteien ausgebreitet, meint SP-Mitglied Brantner. Er ist überzeugt, dass die Sonntagsruhe auch für Tirols kleinstrukturierte Wirtschaft wichtig ist: "Von einer Aufweichung profitieren nur die Großen."

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