Fr, 24. November 2017

US-Vorwahlen

13.03.2016 10:59

Erfolgslauf von Trump vorübergehend gestoppt

Der Erfolgsrun von Donald Trump ist vorübergehend gestoppt worden. Der Geschäftsmann kam am Samstag bei den Ausscheidungen um die Präsidentschaftskandidatur der US-Republikaner in Washington und Wyoming jeweils nur auf Platz drei. In der Bundeshauptstadt siegte Senator Marco Rubio aus Florida, sein texanischer Kollege Ted Cruz punktete im bevölkerungsärmsten Bundesstaat des USA.

Bei den Demokraten siegte Ex-Außenministerin Hillary Clinton auf den Nördlichen Marianen, einem US-Außengebiet. Abgestimmt wurde auch in Guam, einem weiteren US-Territorium. Hier gewann Cruz bei den Republikanern einen Delegierten dazu. Insgesamt führt Trump bei den Republikanern, Clinton bei den Demokraten.

Rubio siegt in Washington, Cruz in Wyoming
Nach Angaben des Senders NBC gewann Rubio im Regierungsdistrikt Washington DC mit 37 Prozent knapp vor Ohios Gouverneur John Kasich (36), Multimilliardär Trump (14) und Cruz (zwölf Prozent). In Wyoming kam Cruz auf 68 Prozent und lag vor Rubio (21) und Trump (acht Prozent), auf den Marianen siegte Clinton mit einem Vorsprung von 20 Prozentpunkten vor ihrem Konkurrenten Bernie Sanders. Bei den Vorwahlen geht es um das Sammeln von Delegiertenstimmen für die offizielle Nominierung auf Parteitagen im Sommer. In Wyoming, Washington und auf den Marianen war insgesamt nur eine kleine Zahl zu gewinnen.

Generell wird das US-Wahlrennen um Trump immer hitziger. Am Samstagabend wurde er bei einem Wahlkampfauftritt in Kansas City im Bundesstaat Missouri immer wieder von Demonstranten unterbrochen. Er nannte sie schließlich "Müll" und drohte damit, von nun an jeden von ihnen zu verklagen. "Nehmt sie fest", forderte er zunehmend gereizt und irritiert von den Sicherheitsbeamten im Raum. Seinen Anhängern versprach er: "Wir werden das Land von diesen Leuten zurückerobern."

Hunderte demonstrieren gegen Trump
Auch vor dem Veranstaltungsgebäude demonstrierten Hunderte Menschen gegen Trump. Es kam zu vereinzelten Zusammenstößen mit der Polizei und mehreren Festnahmen. Dem Sender CNN zufolge war die Lage so angespannt, dass die Polizei Tränengas einsetzte. Bereits am Freitag war es zu Handgemengen und Prügeleien zwischen Demonstranten und Anhängern Trumps vor einem geplanten Kundgebungsort in Chicago gekommen. Die Situation eskalierte, nachdem Trump wegen der großen Zahl der Protestierenden kurzfristig seinen Auftritt abgesagt hatte.

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