Sa, 21. Oktober 2017

2:1-Vorsprung

08.03.2016 13:39

Ibrahimovic mit PSG gegen Chelsea gefordert

Mit einem trügerischen Vorsprung im Gepäck ist Paris Saint Germain zum Champions-League-Achtelfinale nach London gereist. Am Mittwochabend (20.45 Uhr/live im sportkrone.at-Ticker) verteidigt Frankreichs Serienmeister gegen Chelsea ein 2:1 aus dem Hinspiel. PSG sollte gewarnt sein. Die "Blues" sind seit der Trennung von Star-Trainer Jose Mourinho erstarkt.

Seit Dezember hat Chelsea unter Guus Hiddink in 18 Pflichtspielen nur eben jene Niederlage in Paris einstecken müssen. Ein 1:0 würde den Hausherren an der Stamford Bridge nun reichen. Im Vorjahr war für Chelsea im Achtelfinale gegen PSG Endstation, 2014 setzte sich Chelsea im Viertelfinale gegen die Franzosen durch. Im zweiten Achtelfinal-Rückspiel am Mittwoch verteidigt Benfica Lissabon ein 1:0 bei Zenit St. Petersburg.

Kritische Stimmen um Schwedens Superstar
Bei PSG drehte sich vor dem Spiel wieder einmal alles um den Superstar. Zlatan Ibrahimovic hat in den vergangenen acht Spielen in Frankreich zwar achtmal getroffen, dennoch musste sich der Schwede vor dem Antritt in London mit kritischen Stimmen befassen. Wie "L'Equipe" anmerkte, sei Ibrahimovic in der Champions League in engen Spielen kein entscheidender Faktor.

Die Statistik zeigt, dass "Ibra" in 37 K.o.-Spielen in der Königsklasse nur acht Treffer erzielt hat - keines davon in einem Rückspiel. Dazu passt es, dass der in Summe zwölffache Landesmeister in der Champions League nie über das Halbfinale - mit dem FC Barcelona gelang ihm dies 2010 - hinausgekommen ist. Bereits Ende Dezember hatte Ibrahimovic gegenüber "L'Equipe" betont: "Auch wenn ich die Champions League nicht gewinne, wird meine Karriere großartig sein."

Gegen Chelsea traf der 34-Jährige im Hinspiel per abgefälschtem Freistoß immerhin zum 1:0. Ein weiteres Tor an der Stamford Bridge würde die Kritiker vorerst verstummen lassen. David Trezeguet, ein Ex-Clubkollege bei Juventus Turin, sah die Motivation bei Ibrahimovic vorhanden. "Er will die Statistiken Lügen Strafen. PSG braucht den besten Zlatan und ich bin sicher, dass er entscheidend sein wird", meinte Frankreichs Ex-Teamstürmer.

Der französische Meister ließ in der Ligue 1 die Zügel in den vergangenen Wochen schleifen. In Lyon kassierte man mit einem 1:2 die erste Saisonniederlage, am Wochenende gab es zu Hause ein 0:0 gegen Montpellier. Die PSG-Akteure verausgabten sich dabei nicht wirklich. Gegen Chelsea muss Trainer Laurent Blanc wohl Mittelfeldspieler Marco Verratti vorgeben, der sich mit Leistenproblemen plagt. Der Siegestorschütze aus dem Hinspiel, Edinson Cavani, dürfte zu Beginn erneut auf der Bank Platz nehmen.

Chelsea "ein sehr zäher Underdog"
Chelsea gefiel sich vor dem Spiel in der Rolle des Außenseiters. "Wir haben Selbstvertrauen wiedererlangt und die Qualität, aber wollen nur ein sehr zäher Underdog sein", erklärte Hiddink. Seine Profis sollen "verärgert auf eine kontrollierte Art spielen", meinte der 69-jährige Niederländer, der national sogar einen Rekord aufstellte. Hiddink ist der erste Premier-League-Trainer, der nach den ersten zwölf Partien einer Amtszeit ungeschlagen geblieben ist.

Nicht zur Verfügung stehen wird den Hausherren der im Oberschenkel verletzte Kapitän John Terry. Diego Costa wird gegen PSG wieder einlaufen, nachdem der gebürtige Brasilianer beim 1:1 gegen Stoke am Wochenende geschont wurde. Sein Landsmann Willian zeigte sich motiviert. "Wir müssen sie (PSG) ab der ersten Minute unter Druck setzen", betonte Brasiliens Teamkicker.

Benfica mit Abwehrsorgen nach St. Petersburg
Benfica reiste mit einem kleinen Vorsprung, aber großen Sorgen in der Defensive nach Russland. Portugals Meister muss im Petrowski-Stadion drei Innenverteidiger und den verletzten Torhüter Julio Cesar vorgeben. Kapitän Luisao und Lisandro Lopez sind verletzt, Jardel gesperrt. Der 21-jährige Schwede Victor Lindelöf ist der einzig verfügbare Mann für das Abwehrzentrum.

Dennoch: Der portugiesische Rekordmeister scheint bei 13 Siegen in 14 Pflichtspielen in diesem Kalenderjahr in Form. Die Hoffnungen in St. Petersburg ruhen auf Angreifer Jonas. Der Hinspiel-Torschütze hat in dieser Saison bereits 28 Tore in 35 Einsätzen erzielt.

Zenit will zum ersten Mal den Sprung ins Viertelfinale realisieren. Möglich machen soll dies der portugiesische Trainer Andre Villas-Boas. "Ich bin sicher, dass wir den Rückstand aufholen können", meinte der ehemalige Porto-Coach. Für Torgefahr soll Artem Dsjuba sorgen. Russlands Teamstürmer hat in der Champions League bereits sechsmal getroffen.

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